Bigarolo, Vittorio, ein Maler zu Bologna , geb. 1692, gest. 1770, machte sich als Künstler berühmt, und wurde von mehreren europäischen Fürsten beschäftigt. Besonders erhielt er durch seine Arbeiten in Carpi und Rimini einen ausgezeichneten Namen. Er vereinigte mit einer gewissen Würde in der Composition eine brillante Farben- gebung, verfiel aber im Faltenwurf in das Schlichthe, wahrschein- lich weil er sein Modell mit angefeuchtetem Papier überkleidete.
In Gesellschaft des Orlandi malte er die große Treppe und Decke im Saale des Palastes Aldovrandini, und zwar mit solchem Beifall, dass ihm auch die Decke der Gallerie Ranuzzi aufgetragen wurde. Auch in Faenza , Mailand und Turin sind Gemälde von ihm. Un- ter seine vortrefflichsten Werke aber kann man ein Bild rechnen, das er für einen Schneider Simon Paggi gemalt hat, und das den ungerathten Sohn an der reichen Tafel vorstellt. Im Jahre 1705 unternahm er, die große Kuppel und Kapellen der Madonna della Guardia bei Bologna mit seinem Pinsel zu verzieren. Er hinter- liess drei Söhne: Francesco, Giacomo und Angelo, von denen der erste Architekt, die andern Figurenmaler wurden. Fiorillo III, 680.
Francesco ging nach St. Petersburg , und lebte dort noch gegen das Ende des vorigen Jahrhunderts, seiner Kunst wegen geehrt. Über seine beiden Brüder schweigen die Nachrichten.
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