Bie, oder Bye, Jakob de, Kupferstecher und Buchhändler , geb. zu Antwerpen 1581, scheint in der Schule der Collaert die Stiche- kunst erlernt zu haben, weil er in derselben Manier arbeitete, Überdies stand er mit A. Collaert in Verbindung. Von ihm ist ein Theil der Kupferstiche, welche letzterer nach M. de Vos her- ausgab, und auch eine Anzahl von Blättern aus dem Leben der Maria, welche er nach demselben Maler mit Ph. u. Th. Galle stach.
De Bie war auch ein gelehrter Antiquarius, der mit dem Her-
zoge Carl von Arschot verbunden war. Er radirte 1615 die gol- denen Medaillen der römischen Kaiser von Julius Cäsar bis auf Valentinianus, aus dem Cabinete des Herzogs. Dieses Werk er- schien 1617, und von neuem zu Berlin . Noch zählt man un- ter seine besseren Arbeiten die
France metallique, worin die merkwürdigsten Thaten der Kö- nige und Königinnen Frankreichs enthalten sind,
Dieses Werk steht indessen im schlechten Rufe, wegen vieler
darin aufgenommenen, nicht existirenden Münzen.
Die Portraite der Könige von Frankreich, von Clovis bis Lud- wig XII., 64 Platten mit Titel, Paris 1634. Die Zahl der Portraite beläuft sich auf 58.
Die Genealogie des Hauses de Crois, in mehr als 60 Platten ; Fol.,
Iconologie ou representation des principales choses qui tombent dans la pensée etc., Paris 1643; Fol.
Das Bildnis Franz I., nach Rafael, en medaillon; Fol.
Die Erweckung des Lazarus, ein ausgezeichnetes Stück, nach M. de Vos, zu der grossen Suite dieses Meisters gehörig.
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