Bicci, Lorenzo di, Maler aus Florenz , Schüler von Spinello Aretino, und Nachahmer des Giotto. Vasari lässt diesen mittelmäßigen Künstler 1400 geboren werden; allein sein Geburtsjahr ist früher zu setzen; denn in den Büchern der Domverwaltung findet sich im Jahre 1370 eine ihm für Malereien geleistete Zahlung, und im Jahre 1400 wurde er in die Malerbruderschaft aufgenommen.
Lorenzo besaß eine ungewöhnliche Fertigkeit im Freskomalen, und dennoch bemerkt man in seinen Gemälden keinen fehlerhaf- ten und wiederholten Pinselstrich , so sicher und gewandt erscheint die Hand dieses Künstlers.
Vasari erwähnt mehrere Gemälde von ihm, von denen sich noch einige frisch und unversehrt erhalten, andere mehr oder weniger gelitten haben. Hieher gehören die Malereien im Kloster St. Croce zu Florenz. An der Vorderwand sieht man noch seinen kolossalen Christus und einiges andere. In St. Trinita ist nur noch eine Tafel vorhanden, die Fresken sind überweisst.
An der Vorderwand der neuen Spitalkirche zu Florenz sieht man noch die Einweihung dieser Kirche, und in Santa Maria del Fiore die Heiligen unter den Fenstern jeder Kapelle, die Apostel aber, welche er daselbst gemalt hatte, sind verschwunden. Auch die Fresken, deren Vasari (deutsche Ausg. I, 418) in Arezzo erwähnt, sind noch vorhanden.
Lorenzo starb, nach Vasari, ungefähr im sechzigsten Jahre, dem auch Lanzi folgt. Er hinterließ zwei Söhne, die sich der Malerei widmeten. Der eine von diesen leistete ihm überall Hilfe, und starb ; der andere, welcher Neri hieß, stellte seinen Vater und sich selbst in der Kapelle der Lenzi in Ognissanti in zwei Runden dar, malte auch einige Bilder aus dem Leben der Maria in derselben Kapelle.
In St. Michele zu Arezzo ist noch eine wohlerhaltene Tafel von Neris Hand, mit der Inschrift: Hoc opus fecit fieri dominus Joannes de Partina hujus Abbatiae. Anno Domini 1466. Auch in S. Bernardino, ausserhalb Arezzo, befindet sich noch eine Tafel von ihm, mit der Jahreszahl 1456. Sie stellt die Madonna dar, die mit ihrem Mantel das Volk von Arezzo umgibt, und auf der einen Seite den heil. Bernardin kniend, auf der andern die Heiligen Nikolaus und Michelagnolo. Auf der Staffel malte er die Schick- sale und Wunder des heil. Bernardin. Mehrere Werke dieses Künstlers sind zu Grunde gegangen. Vgl. die Anmerkungen zum Vasari in der bezeichneten Ausgabe.
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