Bianchi, Baccio (Bartolomeo), Maler und Baumeister, nach Baldinucci aus Florenz gebürtig, und ein Schüler von J. Bilivert und dem berühmten Galilei. Nach dem Berichte des bezeichneten Schriftstellers trat Baccio als Ingenieur in kaiserliche Dienste und lehrte später zu Florenz die Architektur und Perspektive. Im Jahre 1650 wurde er von Philipp IV. nach Spanien berufen, und dort verfertigte er Maschinen, welche die Kräfte der Natur zu übertreffen schienen. Er soll auch zu Madrid 1656 im 52. Jahre gestorben sein, nach Orlandi aber erst 1600 im 60. Jahre.
Dieser Baccio ist doch wohl eine Person mit Bartolomeo del Bianco, einem vortrefflichen Architekten, der nach Soprani von Comö gebürtig war, und zu Genua sich niederließ. Er baute den neuen Meerhafen und die Stadtmauern, drei Paläste der Familie Bälbi, und einen andern, der in den Besitz eines Durazzo kam. Sein Werk ist auch das grosse Jesuitencollegium.
Er soll 1650 im 52. Jahre gestorben sein, und zwar zu Genua. Dieser Bianco war, wie Lanzi I. 227 versichert, vermöge seines natürlichen Witzes in burlesken Bildern, die meistens Federzeichnung blieben, ungemein geschickt. Auch malte er kräftig in Öl, namentlich Zerrbilder in Carraccischer Weise, zuweilen Zwerge, oder ähnliche Fehlgeburten der Natur.
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