Bewick, Thomas

Bewick, Thomas, ein ausgezeichneter englischer Holzgraveur, dem die Engländer die Verbesserung in der Formschneidekunst haupt- sächlich verdanken. Nachdem er bei dem Kupferstecher Bielby in Newcastle die Holzschnitte zu Dr. Hutton’s Abhandlung über die Schiffahrt verfertigt hatte, concurreirte er im Jahre 1775 um den Preis für den besten Holzschnitt, welchen die Gesellschaft der Künste in London ausgesetzt hatte, und gewann ihn. Der einge- sandte Holzschnitt stellt einen Jagdhund vor, welchen er nach der Natur mit vieler Wahrheit gezeichnet hatte. Dieses Blatt, welches zuerst auf Bewick’s Talent aufmerksam gemacht hatte, wurde den von

Nagler’s Künstler-Lex. T, Hhd, 31

Th. Saint in Newcastle herausgegebenen Fabeln von Gay ange- heftet.

Die übrigen Holzschnitte sind gleichfalls von ihm und seinem Bruder John. Nachdem er sich in seiner Kunst immer mehr ver- vollkommnet hatte, gab er die Naturgeschichte der vierfüssigen Thiere mit Holzschnitten nach seinen eigenen Zeichnungen heraus. Dieses Werk erschien zuerst 1700 zu Newcastle und 1811 zu Lon- don unter dem Titel: A general history of quadrupeds.

Dieses Werk erhob seinen Ruf bedeutend, indem er sich darin als der ausgezeichnetste Holzschneider und Thierzeichner bewährte, die Richtigkeit der Zeichnung, die Wahrheit des Ausdruckes und die Zartheit des Schnittes ist hier zu bewundern, so wie in allen seinen spätern Werken. Hieher gehören verschiedene Abbildun- gen von Land- und Wasservögeln, vierfüssigen Thieren, Vignet- ten zu englischen Classikern u. a. Besonders ist noch die History of british birds zu nennen, welche zu London 1809 in 2 B. mit schönen Holzschnitten erschien.

Bewick erfand auch die neue Verfahrungsart, wodurch man selbst im Holzschnitt alle Abstufungen der Tinten erreichen kann, indem man der Oberfläche der Holztafeln verschiedene Höhen gibt.

Nachrichten über das Leben und die Werke dieses Künstlers, der 1828 im 75. Jahre starb, finden sich in Passavant’s Reise durch England und Belgien S. 314 und in der Haude und Spener’schen Berliner Zeitung 1828 S. 273. Im Monthly magazine 1805 S. 005 findet sich ein Brief von Bewick über dessen artistische Bildung und Werke.

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