Bertusio, Giovanni Battista, ein zu seiner Zeit sehr geachteter Maler. Er ging aus der Schule des D. Calvart in die der Carracci über, und machte in dieser bald solche Fortschritte, dass ihn selbst Guido Reni als Nebenbuhler ansah, doch ohne Ursache, denn Bertusio, oder Bertasio, wie ihn einige nennen, erreichte diesen Meister nicht. Er malte in Bologna viele Bilder, die sehr gesucht wurden, sei es denn wegen der scheinbaren Breite, welche auf den ersten Augenblick fesselt, oder waren es andere Motive, welche seinen Gemälden in den Augen der Kunstfreunde einen solchen Werth verliehen. Wahrhaft schön, sagt Lanzi Ill.-490 d. Ausg., sind seine Bilder nicht.
Seine liebenswürdigen Sitten erwarben ihm die Zuneigung der berühmten Malerin Antonia Pinelli, und er lebte mit ihr lange in glücklicher, aber kinderloser Ehe. Ohne Verwandte, wie er war, vermachte er seine Habe aus religiösem Antriebe der Confraternität des heil. Sebastian, für die er auch verschiedene Werke ausge- führt hatte.
Bertusio starb um 1650.
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