Bertin, Nikolaus — Maler

Bertin, Nikolaus — Maler, geb. zu Paris 1667, gest. 1730. Nach- dem er sich einige Zeit bei Jouvenet und Boullogne sen. geübt, und einen Preis der Akademie davon getragen hatte, begab er sich nach Rom und blieb dort vier Jahre. Nach seiner Rückkehr er- hielt er viel Beschäftigung, und erwarb sich besonders Beifall durch seine kleinen Gemälde. Die besten Werke zieren die Paläste Ludwigs XIV., Trianon, Meudon und die Menagerie. Ein Mei- sterstück ist das ehemals in der Abtei von St. Germain-des-Prés befindliche große Blatt, worauf man den Verschnittenen der Kö- nigin Candace erblickt, der von dem heil. Philippus die Taufe empfängt.

Nach 1723 wurde er nach Bayern berufen, wo er Arbeiten im k. Schlosse zu Nymphenburg übernahm. Er verfertigte auch man- cherlei für den Churfürsten von Mainz .

Bertins Werke zeichnen sich durch gute Composition und zarte Färbung aus, und zeigen eine reiche Einbildungskraft. Vor- züglich geschickt war er in Behandlung der Kreide. Im Jahre kam er in die k. Akademie, 1705 wurde er Professor , und später ernannte ihn der König zum Direktor der französischen Akademie zu Rom, eine Ehre, die der bescheidene Mann jedoch ablehnte. Fiorillo XL 287 u. a.

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