Berti, Giorgio, Maler zu Florenz und einer der vorzüglichsten jüngeren Künstler dieser Stadt. Er bildete sich in Pietro Benvenu- ti’s Schule, und besuchte hierauf Rom , um durch das Studium der Antike und der grossen Meister seines Faches seine künstleri- sche Vollendung zu erreichen. Hier malte er Ariadne auf
Naxos, wie sie Bacchus tröstet, ein großes Bild, welches ihm Bei- fall erwarb, und bald darauf bewies er sich nicht weniger als ge- schickter Künstler durch sein Gemälde der Erminia, die bei den Hirten des Waldes ihren kriegerischen Schmuck ablegt.
Im Jahre 1823 war Berti unter der Zahl der Concurrenten um
die durch den Tod des Professors Berger an der Akademie der
bildenden Künste zu Neapel erledigte Stelle. Sein Gemälde stellte einen Pilgrim dar, der einem Kinde das Kreuz zum Küssen reicht. Von dieser Zeit an lieferte der Künstler mehrere schöne Bilder, sowohl Historien als Genrestücke, unter denen die Bestürmung des Hauses des Vicario zur Zeit der mailändischen Hungersnoth, ein Gemälde, das Berti 1831 zur Ausstellung brachte, besonderer Er- wähnung verdient.
Berti verräth in seinen Werken ein tüchtiges akademisches Stu- dium und schönen Farbensinn. Sein Farbenton ist wahr und har- monisch, und dabei Licht und Schatten stets glücklich verteilt.
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