Berthon, René Théodor, Geschichtsmaler und Offizier der Eh- renlegion, geb. zu Tours 1777, Schüler von David, gehört zu den talentvollsten Männern der neuen französischen Schule. Seine Gemälde zeichnen sich durch einen gracieusen und sorgfältigen Pinsel, und durch eine kräftige Wirkung aus. Sie sind gut ge- zeichnet, trefflich gruppiert, nur fehlt es manchmal den Figuren an Adel und Ausdruck. Er hielt sich zu Anfang dieses Jahrhun- derts zu Wien auf, und kehrte zurück nach Paris , wo er durch seine Kunst einige Thaten Napoleon’s verewigte: die Über- gabe Ulm’s und die Vorstellung der gelangenen österreichischen Generale, die Übergabe der bei Jena eroberten Fahnen und des Degens Friedrich des Grossen an die Deputirten von Berlin u. a.
Andere schöne Gemälde dieses Künstlers sind: Phädra, die mit Oenone die Rückkehr des Hippolyt erwartet (1800); das Bildnis Bonaparte’s in Lebensgröße, stehend; Angelica und Medor, in na- türlicher Größe (1810); Rinaldo und Armida, in gleicher Größe (1814); Orest’s Traum, lebensgrosse Figuren (1817); Saul und Da- vid (1810); die Gründung der Kirche von Marmoutier durch den heil. Martin, ein lebensgrosses Bild, für eine Kapelle der Kirche von Touraine; Rinaldo von Armida entführt (1824); Phädra erklärt dem Hippolyt ihre Liebe (1824); der Eintritt des Herzogs von Berry in den Saal zu Caen ; die Entführung der Helena u. s. w., lauter grosse Bilder.
Überdies malte Berthon auch eine grosse Anzahl Portraits; da- von nennt man, ausser dem des ersten Consuls, das Bildnis des Erzherzogs Karl, der Pauline Bonaparte, der Mile. Duchesnois in der Rolle der Johanna d’Arc und der Lady Morgan.
Mehrere Bilder dieses Künstlers zeigt Gabet an. Sein Sohn, geb. 1800, widmet sich ebenfalls der Geschichtsmalerei.
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