Berna, sienesischer Maler

Berna, sienesischer Maler, ein zu seiner Zeit berühmter Künstler. Der Name desselben ist unstreitig Abkürzung von Bernabo und nicht von Bernardo, wie Baldinucci und nach ihm Lanzi glauben. Ghiberti nennt ihn Barna, wahrscheinlich aus Barnaba verstüm- melt, und rühmt besonders in St. Agostino zu Siena ein Gemälde, welches einen jungen Mann in Begleitung eines Mönchs vorstellt, der ihm auf seinem Wege zur Richtstätte zuspricht. Dieses und mehrere andere Gemälde, welche Berna in Siena ausführte, sind nicht mehr vorhanden. Noch wohl erhalten ist ein Crucifix in Arezzo , wohin der Künstler kam. Am Fusse des Kreuzes er- blickt man die Madonna, Johannes und den heil. Franziscus in tiefer Betrübniss, und den Erzengel Michael mit grossem Fleisse dargestellt, es fehlt aber das Bildnis des Guccio di Vanni Tarlatti von Pietramala, des Donators, welches Berna ebenso am Bilde anbrachte. Es wurde von den Feinden dieses angesehenen Man- nes abgestossen. Dieses grosse Bild ist in Fresen gemalt, aber der obere Theil, den eine Gruppe von Engeln füllt, ist retouchirt. Von den übrigen Gemälden, die Berna zu Arezzo hinterliess, ist nichts mehr vorhanden. Vasari J. 342 deutsche Ausg. von Schorn.

Das weitläufigste Werk, das uns von diesem Künstler noch übrig geblieben ist, sind die Malereien an den Wänden der Haupt- kirche zu St. Gemignano. Man erblickt hier zur Rechten Bege- benheiten aus dem Leben Christi, zur Linken Geschichten des al- ten Bundes. Dem Berna gehört wohl nur die Leidensgeschichte an, obwohl ihm Ghiberti jene Geschichten des alten Bundes bei- legt, welche die linke Seite zieren, denn Vasari las unter diesen Bildern die Aufschrift: A. D. 1350 Bartoldus magistri Fregi de Se- nis me pinxit, was auf einen andern Ursprung deutet. Ru- anohr fand die Ausführung ungleich unvollkommener als die der gegenüberstehenden Bilder, und glaubt, dass diese Werke nicht wohl einem Künstler zuzuschreiben seien, den Ghiberti hervor- hebt. Er erkennt hierin die Manier und Richtung des Taddeo di Bartolo.

Berna hat in diesen Darstellungen immer noch viele, durch die neueren Griechen überlieferte, typische Charaktere und Zusam- menstellungen beibehalten. Eine Beschreibung der Gemälde siehe lett. Sanese II. 117. Sie waren das letzte Werk des Künstlers, das er jedoch nicht ganz vollenden konnte, indem er vom Gerüste stürzte und an der Verletzung starb. Sein Schüler Giovanni von Asciano vollendete die Arbeit.

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