Berlinghieri, Camillo, ein wenig bekannter Maler, geb. zu Fer- rara 1506, gest. 1653. Er war ein Schüler des Karl Bononi und lieferte wenige, aber treffliche Werke. In S. Niccolo, seiner Vaterstadt, ist das Mannawunder von seiner Hand; mehrere Bilder sind auch in der Stadt umher. Einiges hat Venedig, wo er il Ferraresino genannt wurde, und in den besten Jahren starb. Lanzi III 227 d, Ausg.
Bartsch XX. 111. beschreibt von diesem Künstler auch vier effect- volle Blätter mit Landschaften, aber er kann nicht bestimmen, ob diese das ganze Werk Camillo’s ausmachen. Von seiner Hand hält er sie sicher gefertiget und glaubt, dass sie einen Theil jener Folge von 12 Blättern bilden, deren Heinecke erwähnt. Dieser Schriftsteller sagt, dass sie zu Venedig bei F. Valeggio erschienen, und scheint den letzteren selbst für den Stecher zu halten. Die Blätter sind 4 Z. 4 L. hoch und 5 Z. 6 L. breit; nur das vierte, eine Ma- rine, ist 5 Z. 11 L. breit. Sie sind mit Camillo Berlingieri (nicht Berlinghieri) signirt. Die bezeichnete Folge hat ein Titelblatt, auf welchem man zwei Männer sieht, die einen Stier zu halten schei- nen. Auf jenem liest man: Inventione et Intaglio di Camillo Ber- linghieri Pittore Ferrarese. Dedicati da me Catarino Domo al
Mag°° Sr. Alessandro Cabei suo sempre honor®* In Venetia Fran- cesco Vallegio form. H. 4 Z. 4 L., Br. 5 Z. 10 L.
Aus dieser Inschrift erhellet, dass Berlinghieri der Urheber der Folge ist.
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