Bergmüller, Johann Georg, Historien- und Portraitmaler und Kupferstecher mit der Nadel und dem Grabstichel, geb. zu Dirkheim in Bayern 1688, gest. zu Augsburg 1762. Er lernte die Kunst auf Kosten des Churfürsten bei A. Wolf in München, und wurde durch das Studium nach C. Maratti ein Künstler von erheblichem Ver- dienste, sowohl in Fresco als in der Oelmalerei, was ihn verschie-
denen Gemälde in den Kirchen und Privathäusern zu Augsburg und in der Umgegend beweisen.
Seine geistlichen Bilder sind andächtig und sittsam, und das Colorit lieblich. Nach Winckelmann’s Urtheil war es nicht stark, desto künstlicher aber wusste Bergmüller die Affekte auszudrücken. Mehrere Kirchen Bayerns haben von ihm Altarblätter, und die k. Gallerie zu München zwei Staffelbilder: die heil. Jungfrau mit dem Jesuskinde und dem kleinen Johannes, und St. Johannes den Evangelisten.
Er gab auch zwei Schriften heraus: Geometrischer Maßstab der Säulenordnung und Anthropometria, oder Natur des Menschen, Fol.; ersteres von 1752, letzteres von 1723. Bergmüller starb als Direktor der Akademie; führte auch den Titel eines bischöflichen Kabinetsmalers. Dieser Künstler radirte ebenfalls mit einer geistrei- chen Nadel mehrere geistliche und weltliche Geschichten, und wusste dabei den Grabstichel mit Einsicht zu gebrauchen. Diese Blätter, so wie die Gemälde, sind mit einem Monogramme bezeichnet. Wir erwähnen :
Die Taufe Christi, die Verklärung, die Auferstehung, die Him- melfahrt; 4 Bl. in 4.
Die 4 Jahreszeiten, 4 Bl., 1730; 4.
Die drei Duelle, unter weiblichen Gestalten vorgestellt, 5 Bl.;
6Bl. Fol., .
Maria mit dem kosenden Jesuskinde; 4.
Das Kind Jesu ertheilt dem heil. Dominicus den Rosenkranz; 4.
Die Empfängniss Mariä; 4.
Christus am Oelberge; 4.
Den Tod des heil. Joseph; 4.
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