Berger, Jacob, Historienmaler von Chambery in Savoyen , erster Maler des Königs beyder Sicilien und Professor der k. Akademie der bildenden Künste, starb zu Turin 1823.
Er war ein Schüler von L. Pecheux, und brachte sich dann nach Rom , wo er anfangs in grosser Dürftigkeit lebte, bis ihm Lord Bristol, , eine Pension verlieh und fünf seiner Gemälde um einen ansehnlichen Preis an sich brachte. Die Gegenstände dieser Bilder sind: Die sterbende Procris , Potiphars Weib, die Geschichte der keuschen Susanna, der über den Tod der Euridice klagende Orpheus und Epaminondas, wie er den tödtlichen Pfeil aus der Wunde ziehen lässt. Dieses letzte Gemälde brachte er in demselben Jahre für seinen Wohltäter ins Große mit unglaublicher Ge- schwindigkeit. Im Jahre 1737 malte er in Lebensgrösse den Hector, wie er Paris vor Helena seiner Feigheit wegen schilt, und in der Folge noch viele andere Werke, die ihm mit Recht einen Namen machten. Zu seinen besten zählt man: die Thorheit, welche den Amor mit verbundenen Augen leitet, eine Episode aus der Sündfluth mit lebensgrossen Figuren, die Geburt Christi auf dem Hochaltare der Cathedrale seiner Vaterstadt u. a.
In seinen ersten Werken fallen die Fleischtinten etwas ins Graue; er verbesserte aber bald diesen Fehler, so dass er neben Caspar Landi zu den besten Italienischen Coloristen seiner Zeit gerechnet wurde. Carravaggio und Valentin waren ihm Muster hierin. Er war ein treuer Nachahmer der Natur, daher findet man bei ihm keine durch das Studium der Antike veredelte Form, und Charakter nur da, wenn er ihn in der Natur fand, aber nie veredelt. Die Draperie dagegen ist von gutem Geschmacke und vortrefflich gemalt. Sitten- und Kulturgemälde von Rom 250 u. a.
Um 1770 war ein Bernhard Berger, der Neffe und Schüler von F. A. Schega, Medailleur des Königs beider Sicilien.
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