Berger, D3mel, Kupferstecher mit der Nadel und dem Grabstichel, geb. zu Berlin 1744, st. 1824. Er erhielt den ersten Unterricht von seinem Vater Friedrich Gottlieb, einem mittelständigen Kupfer- stecher, und bildete sich dann unter der Leitung des berühmten G. F. Schmidt weiter aus. Im Jahre wurde er bei der Akade- mie seiner Vaterstadt zum Professor der Kupferstecherkünste ernannt und in dieser Eigenschaft lebte er eine Reihe von Jahren, bis er zuletzt Vicedirektor der k. Akademie wurde.
Berger arbeitete viel für Buchhändler , besonders nach Chodowiecky für die Almanache und lieferte auch mehreres in der englischen Punktirmanier. Seine Blätter beliefen sich schon 1792, wo Rost eine Anzeige sämmtlicher Werke dieses Künstlers herausgab, auf 825 Numern und seit dieser Zeit kam noch ein bedeutender Zuwachs hinzu.
Für Bergers vorzüglichstes Blatt wird der Tod des General Schwe- rin nach I. C. Frisch gehalten.
Für sein Blatt, welches Seidlitz in der Schlacht bei Rossbach vorstellt, wurde er 1800 vom Kaiser von Russland mit einer golde- nen Dose beschenkt.
Auch sein Servius Tullius nach Ang. Kaufmann erhielt vielen Bei- fall. Schöne Blätter sind ferner:
Friedrich Wilhelm III. am Sterbebette der Königin Louise, nach Dählings Zeichnung.
Die Befreier Europas, nach Weitsch.
Tobias, nach Begas.
Die Bilder aus den Ghebern, nach Henschel’s Zeichnung für das schöne Werk gestochen, welches den Carnevals-Zug am Berliner-Hofe vorstellt.
Die hl. Jungfrau mit dem Kinde, nach Correggio.
Die Portraite der Sophia Niklas, die von Moses Mendelssohn, Lavater, und jenes der Prinzessin Frederike von Preussen u. s. w.
Ein Nekrolog wurde in der Allgemeinen Zeitung 1825 in der Beilage No. 51 und in der Zeitung für die elegante Welt No. 243 veröffentlicht.
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