Berckheyden, Job und Gerhard

Berckheyden, Job und Gerhard, Brüder, beide treffliche Künstler von Harlem. Der erstere wurde geboren und bei einem Meister unterrichtet, dessen Namen die Geschichtschreiber nicht nennen. Doch war Job bald im Stande schätzbare Bilder zu liefern, was auch seinen Bruder Gerhard anschließt, der Kunst obzügig zu sein scheint. Job war sehr fleißig und ein scharfer Beobachter der Natur, daher gelangen ihm auch besonders seine landschaftlichen Darstellungen, zu welchen ihm die Rheingegend diente. In der Folge malte er auch ländliche Feste im Geschmacke Teniers, und nebenbei immer Porträts, lauter treffliche Werke. Später begaben sich die beiden Brüder nach Köln und dann nach Heidelberg , wo sie sich die Gunst des Churfürsten erwarben, und für ihn Jagdszenen, Hoffeste und andere Lustbarkeiten malten. Nach einigen Jahren kehrten sie mit Gütern, überhäuft in ihr Vaterland zurück, und fanden in Amsterdam verdiente Anerkennung. Hier ertrank Job in seinem 70. Jahre. Im Musée français war zu Napoleons Zeit von ihm nur eine einzige Composition mit zahlreichen Figuren. Das Bild stellt Diogenes vor, wie er einen Menschen sucht. In diesem Bilde ist das Helldunkel nicht gut verstanden und auch die Zeichnung ist gemein, aber die sorgfältige Handhabung des Pinsels ist zu bewundern. Gegen das Zeitgemäße hat der Künstler gefehlt, denn der Cyniker wandelt auf dem Platze. Gerhard, der treue Freund und weit jüngere Bruder Job’s, malte besonders Architekturstücke im guten Stile. Im französisch en Museum ist die Ansicht der trojanischen Säule und der Lorettokirche zu Rom, ein Bild, das nach einem Kupferstiche oder nach einer Zeichnung gemalt sein muss, weil der Künstler nie Italien sah. Auch in den Niederlanden und in Deutschland finden sich noch schöne Bilder von den beiden Berckheyden. Gerhard starb 1693 im Vaterlande. Das Portrait seines Bruders ist im florentinischen Museum.

Lienhard stach nach Berckheyden einen öffentlichen Platz, und auch von Canaletto kommt man einen seltenen Stich nach dem Gemälde aus der Brühl’schen Sammlung. Daudet brachte den alten Hafen von Harlem nach Gerhard’s Gemälde in Kupfer.

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