Berain oder Berrain, Johann und Ludwig, Brüder, vor- treffliche Zeichner und Kupferätzer zu Paris . Der erste war Zeich- ner der menus plaisirs des Königs, mit einem Gehalte aus der Chatoulle, und stand in solchem Rufe, dass zu seiner Zeit, weder am Hofe noch in der Stadt, etwas von Verzierungen er- scheinen durfte, was nicht in seiner Manier entworfen war, und wovon er nicht die Zeichnung gefertigt hatte. Sein Bruder war ihm bei seinen Arbeiten behilflich. Man sieht noch einige Camine nach ihrer Erfindung, welche hoch geschätzt werden. Die Ein- fassung und Finalstöcke, welche das Medaillenwerk der Geschichte Ludwig XIV. zieren, sind nach ihren Zeichnungen gestochen. Diese Künstler haben auch eine beträchtliche Anzahl Compositionen in Kupfer geätzt. Das Werk Johann’s macht allein über 400 Blätter aus. Auch andere haben nach ihnen gestochen. Die mei- sten der Blätter Johann’s, der 1711 zu Paris, ungefähr 75 Jahre alt, starb, hat Heinecke verzeichnet. Wir erwähnen nur:
Eine Folge von Verzierungen in der Gallerie des Apollo im Louvre , 12 Bl. in Fol. mit Titel, den Scotin gestochen. Tapisserien, 5 Bl. ohne Zeichen; Fol. Ornamente , 3 Bl. in Fol. Mausoleum bei dem Leichenbegängnisse der Viktoria v. Bayern; Fol. Boutique de Marchandise de mode, ohne Namen, in qu. Fol. Ein unbekanntes Mausoleum, mit den Vorstellungen des Porticus. 13 Bl., mit le Pautre gestochen. Neue Erfindungen zu Wappen, nebst ihren Verzierungen, 14 Bl. Ein Mann mit zwei Hunden am Halsbande, ohne Namen; 4 Bl.
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