Benvenuto erblickte zu Arezzo das Licht der Welt, und widmete sich zu einer Zeit der Kunst, die als neue Erzeugnisse im Gebiete der letzteren nichts Erfreuliches aufzuweisen hatte. Er studirte daher zu Florenz mit Eifer nach den Werken Andrea del Sarto’s, und zu Rom , wohin er gegen das Ende des vorigen Jahrhunderts zog, war es besonders Raphael, den er zum Muster wählte. Er suchte in das Wesen der Kunst jenes Meisters einzudringen, dadurch, dass er seine Werke copirte, besonders die schönen Gemälde der Farnesina. Allein wer in Pietro’s Gemälden Raphael’s einfache Grösse und die hohe Wahrheit dieses grossen Urbinsen suchen wollte, würde sich getäuscht fühlen; Benvenuto’s Styl ist der seit längerer Zeit schon von den meisten talentvollen Franzosen verlassene und getadelte, den David zu derjenigen Vollkommenheit erhoben, deren die Unnatur fähig ist. Schön Göthe bezeichnete diesen Aretiner in seinem Winckelmann, S. 325, wegen der heftigen Bewegungen seiner Figuren und des übermässig kräftigen in seinen Formen und der Farbengebung als einen Anhänger des neuen französischen Kunstgeschmackes. Dennoch machte sein Styl
Benvenuti, Pietro.
Zu Anfang des jetzigen Jahrhunderts plötzlich aufgehend, wurde er in einer Abhandlung des damaligen Gallerie-Direktors Puccini: Dello stato delle belle arti in Tuscana, ausserordentlich gelobt, und seitdem ist des Rühmens von ihm kein Ende gewesen.
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