Benedetti, Thomas, Kupferstecher , geb. zu Rom 1707, kam schon im zartesten Alter nach Wien, wo ihn ein glücklicher Zufall zu dem berühmten Arzte Dr. Barth führte. Barth’s ungemeine Liebe zur bildenden Kunst und seine schöne Sammlung, die des Herrli- chen so vieles hatte, darunter den berühmten Torso des Nymphaus an der k. Glyptothek zu München , den $. M. der König Ludwig I. an sich brachte, ging auf den jungen Benedetti über. Barth ver- wendete den Jüngling vorzugsweise für diese Sammlung, die er als Kenner catalogisierte und in Kupferstichen herauszugeben den Vorsatz hatte. Es waren bereits mehrere Platten fertig; da aber nach Barth’s Tod zu solch einer kostspieligen Herausgabe keine Hoffnung mehr war, wurden sie zertrümmert und nur eine ist noch übrig, ein Junokopf von innigstem und zugleich edelstem Aus- drucke. — I 2 Srg.
Da Benedetti von Kindheit an so vorzugsweise für das klassische Alterthum ausgebildet wurde, war es für ihn ein Glück, den Direktor Steinbüchel auf einer Reise nach Rom und durch ganz Italien , bis in Sizilien begleiten zu können. — Er widmete sich nun mit besonderer Vorliebe dem Grabstichel , worin er auch bereits Ausgezeichnetes geliefert. Wir nennen aus diese- sen Blättern:
Die Grablegung, nach Tizian, ein meisterhaftes Blatt, Eine Gruppe aus Leonardo da Vinci’s Abendmahl. Das Bildnis des Doctors Barth. Abb6 Dobrowsky, nach Tkadlik. — O 4 MC Die Porträts des Freiherrn von Hormayr, des Britten Sinclair, des Prälaten von St. Florian und des Orientalisten Hammer. Ein Engel in einer Landschaft, der auf der Flöte zu dem Ge- sange der Vögel spielt, nach Fendi. — DE
Dieses Blatt ist den Mitgliedern des Vereins zur Beförderung der bildenden Künste in Wien gewidmet. (Zweite Verlosung 1833)- Oval gr. qu. Fol. - Preis 5 Thlr. — Z SE
Franciscus I. Imperator Austriae etce. im Lehnstuhle sitzend, nach C. Amgäng’s berühmtem Bilde, 1834, gr. Fol.; vor der Schrift 10 T+
Le duc de Reichstadt, nach Daffinger; Halbfig. Fol. 2 Thlr. Barbara Zellin, im Alter von 4101 Jahr; Fol.
Vorsicht
Diese Seite wurde maschinell erstellt. Die Zuverlässigkeit der OCR ist durch die Qualität der Scans, der Software und des Workflows zwangsläufig beschränkt. Eine menschliche Korrektur und Redaktion fand nicht statt.
Das Ziel dieser Seite ist es, die gezeigten Resourcen einfach zugänglich zu machen. Für Zitate und eine direkte Nutzung sind sie nicht ausreichend. Hierfür ist notwendigerweise das originale Quellenmaterial hinzuzuziehen.
Der zugrundeliegende Scan ist hier zu finden https://archive.org/details/bub_gb_043rAAAAMAAJ