Benaschi (Beinaschi), Johann Baptist, der Cav. Perugino, ein Maler von Turin , geb. 1656, gest. 1688, nach Orlandi 1600. Wegen der Verschiedenheit des Namens Benaschi und Beinaschi, hat man aus ihm zwei verschiedene Künstler gemacht, übrigens hätte daraus noch ein dritter werden können, denn in einigen Werken heißt er auch Bernaschi. Er lernte bei Mr. Spirito in Piemont und bei Pet. del Po in Rom, wo er aber später Lanfranco’s Werke zeichnete und selbe täuschend copierte, so dass die Nachahmungen schwer von dem Originale zu unterscheiden sind. — In Rom malte er wenig öffentlich; sein Wirkungskreis war Neapel , wo er eine zahlreiche Schule hatte, Kuppeln, Decken und dergleichen Bauwerke mit grossräumigen Werken zierte. Er war so gedankenreich, dass man nicht eine Figur zweimal in derselben Gebärde wieder findet; auch fehlte ihm nicht Anmuth der Formen oder des Colorits, wo er sich begnügte, Lanfranco’s Fussstapfen zu folgen, wie in der heil. Maria zu Loretto und in andern Kirchen. In einigen andern Gemälden, wo er kräftiger zu seyn trachtete, gerieth er in das Grausige und Schwerfällige; in der Perspektive war er sehr brav und in Verkürzungen sinnreich. In der Apostelkirche wurde sein heil. Michael oft mit dem des Lanfranco verglichen, ohne dass man dem Letztern entschieden den Preis zuerkannte. Lanzi, 594 deutsche Ausgabe.
Man kennt von diesem Künstler auch ein geätztes Blatt, das auf malerische Weise mit dem Grabstichel vollendet ist, in einem Geschmacke, welcher sich dem des P. del Po nähert. Es stellt eine heil. Familie nach J. D. Cerrini vor; H. 15 Z. 6L., Br. 12 Z. 8L.
Füssly spricht auch von einer heil. Familie nach Dominichino, allein Bartsch sagt, dass Beinaschi nur ein einziges Blatt verfertigte, und zwar das erwähnte nach Cerrini.
Dieser Künstler hatte auch eine Tochter, Namens Angelica, die zu Rom 1666 geboren wurde. Sie copirte die Werke ihres Vaters und malte auch nach der Natur mit vielem Talent.
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