Bemmel, Karl Sebastian, erster Sohn aus der ersten Ehe Johann Christoph’s, geb. zu Bamberg 1743, gest. zu Nürnberg 1786. Er begab sich als 7jähriger Knabe, wegen seiner harten Stiefmutter, nach Nürnberg , wo er von der Wittwe Johann Noah’s von Bem- mel gut aufgenommen wurde. Er widmete sich mit allem Ernste der Kunst, und studierte vorzüglich die Malereien seines Großva- ters Peter und seines Urgroßvaters Wilhelm. Anfangs malte er nur in Öl, nachher aber meistens in Wasserfarben, weil damals die Ölgemälde als Landschaften nicht beliebt waren. Er bildete sich darin vorzüglich nach den Manieren der berühmten Vögel- und Landschaftsmaler, Gebrüder Lang, indem er in der Behand- lung der Wasserfarben nie Unterricht bekommen hatte. Er studirte beständig fort und brachte es endlich so weit, dass er ei- ner der geschicktesten und künstlichsten Meister im Landschaftsma- len wurde, und seine Malereien in England , Spanien , Russland etc. mit allgemeinem Beifalle aufgenommen und gesucht wurden. Am liebsten stellte er Seestücke, Gürtre, Feuersbrünste, Morgen- und Nachtscenen dar. Seine Ideen waren eben so glücklich in geschmack- vollen Erfindungen, als sein Pinsel gewandt in der Ausführung sei- ner Gedanken. Er malte prächtige Himmel und Perspektive, sein Baumschlag hatte den Schein der Beweglichkeit und durch seine Gewässer glaubte man den Boden zu erkennen.
Dieser Künstler trat in Nürnberg 1765 zum lutherischen Glauben über. Eine fortdauernde Nervenschwäche in seiner geschickten Hand hinderte ihn mehrere Jahre an der Erfüllung der Wünsche verschiedener Kunstfreunde, besonders in England, welche Bestel-
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