Bemmel, Johann Georg von

Bemmel, Johann Georg von, Wilhelms älterer Sohn, geb. zu Nürnberg 1606, gest. 1723. Sein Vater und Joachim Sandrart wa- ren seine Lehrer, er fand sich aber vorzüglich von der Thierma- lerei angezogen, und studirte desswegen fleißig nach Lemke’s Ge- müälden. Seine Landschaften, Thiergemälde, Schlachten und Mar- quetendereien fanden ungetheilten Beifall. In seinen Gemälden herrscht Ausdruck, richtige Zeichnung und ein angenehmes Colo- rit. Er war ein getreuer Beobachter der Natur, und wusste sie in allen Veränderungen nachzuahmen. Seine vielen Handzeichnungen verrathen eine seltene Fertigkeit, verschiedene Ideen auszuführen. Ungeachtet dass seine schwächliche Gesundheit und das Podagra am Reisen hinderten, so verbreitete sich sein Ruf doch sehr weit, und jedermann wünschte etwas von seiner Arbeit zu besitzen. In sei- nen spätern Lebensjahren litt er auch am Chiragra so sehr, dass er nur zwei Finger gebrauchen konnte, aber doch diese schönsten Werke lieferte.

Von mehreren seiner Söhne blieben nur zwei am Leben, nämlich Paul und Johann Noah.

Johann Georg Bemmel lieferte auch eine Reihe schätzbarer ge- ätzter Landschaften. Sein von ihm selbst gemaltes Bildnis hat G. C. Kilian in Kupfer gestochen.

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