Bemmel, Johann Christoph von, dritter Sohn Johann Christoph’s, und zwar aus der zweiten Ehe, geb. zu Bamberg und als Katholik erzogen, zeigte zwar in früher Jugend grosse Talente zum Land- schaftsmalen, jedoch glich er in Haltung und Colorit seinen bei- den Halbbrüdern nicht. Im Jahre begab er sich auf Wan- derungen, fiel aber den preussischen Werbern in die Hände, wurde unter das Militär gestossen und kam, nach dem ersten Einfalle der Franzosen in die Baiern, in einem erbärmlichen Zustande in Bamberg an. Bald lieferte er wieder sehr schätzbare Landschaften, wovon einige in den Besitz des geistlichen Rathes Schellenberger kamen. Nachdem er seiner Produktion vertrauen zu können glaub- te, so entfernte er sich wieder von seiner Vaterstadt, ohne je mehr einige Nachrichten von sich dahin gelangen zu lassen. Nach ei- nem Verzeichnisse der Hendelschen Gemäldesammlung in Halle (1805) aber, wurde J. C. von Bemmel Laienbruder zu Mainz . Nach Aufhebung des Klosters kam er unter das preussische Militär in Wesel , desertirte von da und begab sich nach Leipzig , wo er Ver- schiedenes arbeitete und 1790 starb.
Biographien über alle Bemmel, von einem Mitgliede dieser Fa- milie, Georg Christoph Gottlieb von Bemmel, s. Meusel’s N. Miscellen St. V. p. 636 und St. IX. p. 81. Vgl. auch Füssly, Jäck’s Pantheon der Literaten und Künstler Bambergs. Die Nachrichten bei Fiorillo D. III. 367 — 373 sind aus dem Aufsatze der obigen Miscellen gezogen, und Nilson über deutsche Kunst, S. 21 —27, hat letzteren copirt. Auch in Lipowsky’s bayrischem Künstler-Lexikon finden sich Nachrichten über diese Künstlerfamilie.
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