Bembo, Bonifazio, oder Fazio da Valdarno, ein Maler zu Cremona , den die Kunstwörterbücher, und selbst Bottari, mit dem Venediger Bonifazio (s. diesen unter Bonifazio) verwechseln. Dieser Cremoneser arbeitete von 1410 bis 1418, und lieferte mehrere Werke, in welchen er sich von der trockenen Weise der Alten zu entfernen und einen großartigeren und verständigeren Stil einzuführen suchte. Auch mehr Grazie und Weichheit verlieh er seinen Gemälden. Es haben sich von diesem Künstler noch solche erhalten. Im Dome zu Cremona finden sich zwei Darstellungen, die er neben andern Malern als Frescoverzierung gemalt hatte, nämlich die Erscheinung des Herrn und die Reinigung der Maria; auf einer Abteilung bezeichnet: Bembus incipiens, auf der anderen: 14. In beiden Geschichten, womit Fazio seine Arbeit begann, und in den übrigen sieht man einen geschickten, in Bewegungen munteren, im Colorit lebhaften, in den Kleidern prächtvollen Künstler, der sich jedoch, nach Lanzi II, 345, nicht über den Bereich der Naturalismen erhebt, sondern das Wahre ohne sonderliche Wahl abschreibt, ja wohl zuweilen durch Unrichtigkeit hier und da entstellt.
In S. Agostino sieht man an den Pilastern des Altares der heiligen Grisanto und Daria den Francesco Sforza und Bianca kniend, und die beiden erwähnten Heiligen in der Gallerie Averoldi zu Brescia . In dem Hause No. 201 der via di Belvedere zu Cremona, ist von Bembo eine Krippe und Apollo mit den neun Muse in Fresco.
Um das Jahr malte er für den mailändischen Hof.
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