Bellange, Jakob

Bellange, Jakob, Maler und Kupferstecher , der zu Chalons um
geboren wurde und zu Nancy sich niederließ. Er lernte die An-
fangsgründe seiner Kunst bei Cl. Henriet und zu Paris bei S.
Vouet, brachte es aber nicht zur grossen Meisterschaft. Als
Kolorist und in der gefälligen Behandlung der Lichtmassen ver-
dient er alles Lob, doch ist seine Zeichnung und Gruppierung
desto weniger befriedigend. Hier herrscht nur Unrichtigkeit und
Affektation. Doch ist das Urteil zu hart, der Bellange einen
schlechten Maler und einen noch schlechteren Stecher nennt. Seine
Manier zu radieren hat nach Rost VII. 142 viel Gutes, sie ist angenehm
u. oft geschmackvoll, nur sind auch seine Blätter nicht frei von den
bezeichneten Fehlern. Sie belaufen sich auf 50 Stücke, die wegen
der Wirkung des Ganzen ziemlich gesucht wurden. Bellange wird
für den ersten gehalten, der bei historischen Stücken sich des Aetz-
wassers bediente. Er fand zu seiner Zeit Anerkennung und wurde
sogar in den Ritterstand erhoben.

Zu seinen besseren Blättern gehören:

Die Verkündigung; Fol. /

Die heil. Familie mit dem kleinen Johannes und der heil. Katha-
rina; Fol. /

Die Anbetung der Könige; gr. Fol.

Die Kreuztragung, eine grosse Composition; gr. qu. Fol.

Eine Pieta; Fol. /

Johannes in der Wüste; Fol. /

Der Tod der Virginia; gr. Fol. /

Adonis mit der Diana auf den Schultern; gr. Fol. /

Die drei Marien; Fol. /

Einige Bildnisse schöner Frauen, u. s. w.

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