Beich, Joachim Franz

Beich, Joachim Franz, Maler und Kupferstecher , geb. 1665, gest. 1748. Er ist der Sohn eines Geometers Wilhelm Beich, aus Ra- vensburg, der sich in München niederliess, dort bei Karl Seitz die Malerkunst erlernte und 1784 sein Probestück machte, wie aus dem Stadtzunftbuch hervorgeht. In dieser Stadt wurde ihm auch sein Sohn Joachim geboren, der bald volle Anerkennung fand. Der bayerische Hof gebrauchte ihn, um die Schlachten zu malen, denen Max Emanuel in Ungarn beiwohnte und die jetzt in Schleiss- heim aufbewahrt werden. Es sind 11 grosse Bilder.

Während des spanischen Successions Krieges begab sich Beich nach Italien , und hielt sich hier meistens zu Livorno und Neapel auf. Er genoss grosse Achtung, und selbst der berühmte Solimena copierte eines seiner Gemälde.

Bekannte Galerien besitzen treffliche Bilder von Beich und der Bürgersaal zu München alle Wallfahrtsorte Bayerns, 12 schöne Bilder mit herrlichen Aussichten.

Die sechs biblischen Gemälde, welche in den Besitz des Frei- herrn von Rufin kamen, wurden von F. J. Spätt, J. D. Curiger und von W. D. Gutwein gestochen. Zwei Landschaften mit Hir- ten und Vieh hat J. Wagner in Venedig in Kupfer gebracht. Beich war ein großer Meister in wirksamer Vertheilung des Lichtes und des dadurch bewirkten Helldunkels. Beides verdanken seine Land- schaften der schönen Anordnung seines Gewölbes, die jedesmal nur die gegebene und keine andere Beleuchtung zulässt; Kraft und Übereinstimmung seiner Farben sind überraschend. Seine Behandlung ist eigenthümlich, sein Auftrag keck und geistreich. Die Natur spricht sich in diesen Bildern lebhaft aus.

Er hat auch trefflich in Kupfer geätzt:

8 bergigte Landschaften oder Gegenden aus Tirol mit der Adresse von Jeremias Wolf; H. 8 Z. (7) L., Br. 5 Z. 8 L.

8 Bl. Landschaften oder Gegenden aus Bayern. Auf dem Titel- blatte steht: Joachim Franc. Beich invenit et fecit etc.; H. 6 Z. 7 L., Br. 5 Z. 7 L. Die ersten Abdrücke haben Wolf’s Adresse, die zweiten jene von J. M. Probst.

6 bergigte Landschaften mit Wasserfällen; kl. Fol. und 6 andere in demselben Formate. Fiorillo III. 288., Hellers Handbuch., Lipowsky.

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