Beham hat die wenigsten seiner Kupferstiche mit seinem Namen bezeichnet, daher kommt es

Beham hat die wenigsten seiner Kupferstiche mit seinem Namen bezeichnet, daher kommt es, dass die Cataloge seiner Werke immer sehr mangelhaft sind. Bartsch VIII. S. 84 verzeichnet 64, und Brulliot, dict. des monogr. I. No. 787. nouv. edit., kennt noch einen heil. Severin, ein Blatt, das Bartsch entging.

Die vorzüglichsten Blätter dieses Meisters im Kupferstiche sind:

Kaiser Karl V.; H. 7 Z. 9 L., Br. 5 Z.

Die ersten Abdrücke sind vor dem Zeichen des Künstlers.

Kaiser Ferdinand I.; H. 7 Z. 9 L., Br. 5 Z.

Im ersten Abdrucke vor der Adresse des Van der Heyden.

Das Bildnis des Leonhard von Eck; H. 3 Z. 11 L., Br. 2 Z. 11 L.

Im ersten Abdrucke hat er nur ein Räppchen auf, im zweiten noch eine flache Haube darüber.

Cleopatra, 1524; H. 2 Z. 2 L., Br. 1 Z. 6 L.

Die ersten Abdrücke sind vor dem Namen Cleopatra u. der Jahrzahl.

Triton und die Nereide; H. 7 Z., Br. 1 Z. 7 L. Sehr schön.

Judith, 1525; H. 2 Z. 1 L., Br. 1 Z. 4 L.

Maria mit dem Todtenkopfe; H. 2 Z. 5 L., Br. 1 Z. 7 L.

Die drei Hexen; H. 2 Z. 10 L., Br. 2 Z.

Das Urtheil des Paris; Diameter 2 Z.

Diese beiden Blätter hat H. S. Beham copirt.

Der heil. Christoph, 1520; H. 2 Z. 7 L.; Br. 1 Z. 9 L.

Auf den zweiten Abdrücken sieht man im Hintergrunde links einige Häuser, rechts zwei Baumstämme und in der Luft einen En- gel, welches im ersten Drucke nicht ist.

Zu Beham’s bessern Werken gehören ferner:

Adam und Eva; H. 2 Z. 11 L., Br. 2 Z. 1 L.

Die Platte wurde später retouchirt, H. S. Beham hat das Blatt copirt.

Die Entführung der Helena; H. 10 L., Br. 4 Z. 3 L.

Dieses Blatt ist von H. S. Beham copirt, eben so von einem Ungenannten, dessen Stich sich von dem Originale durch das auf- stehende P im Worte „Raptus“ unterscheidet.

Lucretia; H. 2 Z. 3 L., Br. 1 Z. 8 L.

Denselben Gegenstand, nur um ein Paar Linien größer, schreibt Heinecke irrig dem A. Altdorfer zu.

Kampf von nackten Männern zu Fuss, in Form eines Frieses; H. 2 Z., Br. 10 Z. 9 L.

Kampf zweier Meergötter; H. 11 L., Br. 2 Z. 11 L. Schön.

Apollo und Daphne; H. 3 Z., Br. 1 Z. 11 L. Die Platte wurde retouchirt.

Drei Todtenköpfe, 1520; H. 1 Z. 7 L., Br. 2 Z. 1 L.

Die zweiten Abdrücke sind schwach, und die Initialen B. P. im ersten Drucke sind in ein Monogramm verändert, das in der Mitte das S zeigt.

Ein junges Weib, welches die Füsse wäscht; H. 2 Z. 6 L., Br. 1 Z. 7 L. Copirt von H. S. Beham.

Die drei Weiber im Bade; H. 2 Z. 10 L., Br. 2 Z. Copirt von der Gegenseite von dem obigen.

Der Weltlauf, 1525; H. 1 Z. 6 L., Br. 2 Z. 4 L.

Die schlafende Frau; H. 2 Z., Br. 2 Z. 11 L. Copirt von H. S. Beham und sehr täuschend von einem Ungenannten.

Man erkennt die Copie, die oft für das Original gilt, an den starken Schatten in der Gegend des Kopfes des Weibes, welche in der Wiederholung mit zwei Strichen, im Originale mit dreien bewirkt sind. Auch sind in der Copie die Wolken mit horizonta- len Strichen behandelt, die im Originale überdies noch zarte Punkte zeigen.

Der Genius mit einem Schilde; H. 1 Z. 11 L., Br. 10 L. Sehr schön.

Porträt Herzog Ludwigs von Bayern; H. 4 Z. 11 L., Br. 3 Z. L. U. 8 W.

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