Befort, Melle

Befort, Melle, Geschichtsmalerin zu Paris , Schülerin von Serangeli, machte sich 1812 rühmlich bekannt, besonders durch Ariadne und Theseus, woran man die gute Zeichnung, das angenehme und lebhafte Colorit rühmte. Im Jahre 1814 brachte sie ein Gemälde zur Ausstellung, welches die von der Schlange gebissene Euridice vorstellt, 1817 den Abschied Hektor’s von Andromache, 1819 Cephalus und Procris und mehrere Porträts. Gabet,

Bega

Bega, Cornelis.

COHIGIIS, Maler und Kupferstecher , geb. zu Harlem 1620 (nicht 1610), gest. daselbst 1681. Er war der Sohn des Bildhauers Peter Begyn (Bega ist ein angenommener Name), und ein würdiger Schüler von Adrian van Ostade, dessen Vollkommenheit er jedoch nicht ganz erreichte. Seine Gegenstände sind Bauerngesellschaften, Alchymisten u. s. w., lauter Bilder, die ihren Preis neben den Wer- ken der größten Meister behalten. Ein kleines Stück aus dem be- rühmten Cabinet des H. von der Noot wurde um 512 holländische Gulden verkauft.

Bega starb an der Pest und von seiner Geliebten angesteckt, führte überhaupt nicht den erbaulichsten Wandel, wesswegen ihn der Vater aus dem Hause jagte. In der Casseler Galerie war von ihm ein Alchymist in seinem Laboratorio, im Berliner Museum ist von seiner Hand eine Gesellschaft Matrosen und eine Bauernfami- lie, und in der Pinakothek zu München eine gemischte Bauernge- sellschaft beiderlei Geschlechts.

Bega ist nicht eine Person mit Abraham Begyn, wie Nicolai be- hauptet, da der letztere lediglich als Landschaftsmaler, der erstere hingegen nur als Gesellschaftsmaler bekannt ist.

Das Kupferwerk dieses Künstlers besteht aus 35 Blättern, welche Bauerngesellschaften und dergleichen vorstellen. Sie sind größtenteils mit einer kräftigen Nadel gefertigt und wenig vollendet, bis auf etliche Stücke, welche beweisen, dass der Künstler seine Instrumente mit Geschicklichkeit handhaben konnte.

Das Verzeichnis dieser Blätter ist am genauesten bei Bartsch V. 225 #.; Heinecke ist mangelhaft und nicht frei von Fehlern. Ein Kunsthändler brachte sämmtliche Werke dieses Künstlers, bis auf eines, an sich, und gab sie mit deutschem und holländischem Titel heraus. Letzterer lautet, wie folgt: 'Werk van de beroemde Schilder C. Bega, alles door hem selve geïnventeerd en geëtst,

Die gesuchtesten unter Bega’s Blättern sind:

Der Bauer am Fenster; H. 3 Z. 2 L., Br. 2 Z. 10 L

Dieses Blatt ist größtenteils mit der kalten Nadel vollendet, und eines der ausgeführtesten des ganzen Werkes. Die ersten Ab- drücke sind ohne den Namen des Künstlers, und in diesen sehr selten.

Das Innere einer Bauernstube, wo man eine Frau mit einem Kinde auf dem Schoß sieht, und ihr gegenüber zwei Bauern, von denen der eine auf einem Stuhl sitzt und zu hören scheint, was ihm der andere, der neben ihm mit dem Kruge in der Hand steht, sagt. Dieses Blatt wäre eines der schönsten, wenn Bega den unteren Teil ebenso beendet hätte, wie den oberen; H. 52 Z. 8 L., Br. 42 Z. 5 L.

Wie zwei Verliebten. Der Mann schlingt den Arm um den Hals des Weibes, und hält in der linken ein kleines Glas. Am Tische stehen zwei Bouteillen, zwei Pfeifen und zwei Blättchen Papier; halbe Figuren; H. 3 Z., Br. 2 Z. 8 L.

Die Gesellschaft am Kamin. Ein Bauer sitzt auf einem Fasse und scheint mit einem vor einem Weibe stehenden Manne zu sprechen. Erstere sitzt auf einem Stuhle. Dieses Blatt ist roh und nachlässig geätzt; H. 2 Z. 10 L., Br. 2 Z. 2 L.

Die junge Frau mit der Tabakspfeife in der Rechten, vor einem Tische sitzend, auf welchem eine Bouteille steht; H. 2 Z., Br. 1 Z. 8 L.

Der Trinker. Er sitzt auf dem Fasse und hält einen Topf in den Händen. Unten liest man: c. bega; H. 3 Z., Br. 2 Z. 2 L.

Die Bäuerin mit dem Korb auf dem Kopfe und dem Kreuze in der Rechten, bezeichnet: c. bega; H. 3 Z. 11 L., Br. 2 Z. 7 L.

Vorsicht

Diese Seite wurde maschinell erstellt. Die Zuverlässigkeit der OCR ist durch die Qualität der Scans, der Software und des Workflows zwangsläufig beschränkt. Eine menschliche Korrektur und Redaktion fand nicht statt.

Das Ziel dieser Seite ist es, die gezeigten Resourcen einfach zugänglich zu machen. Für Zitate und eine direkte Nutzung sind sie nicht ausreichend. Hierfür ist notwendigerweise das originale Quellenmaterial hinzuzuziehen.

Der zugrundeliegende Scan ist hier zu finden https://archive.org/details/bub_gb_043rAAAAMAAJ