Beck, David, genannt in der Schilderent „De gulden Scepter“,
eb. zu Delft 1621, gest. im Haag 1650. Er gehört zu den besten
Schülern Van Dyck’s und erwarb sich wegen seiner Geschicklich-
keit im Bildnissmalen die Achtung Karl I. und des ganzen Hofes.
Er hatte sogar die Ehre, den Prinzen von Wales , die Herzöge von
York und Gloucester und den Prinzen Robert in der Zeichenkunst
zu unterrichten.
Beck besass eine ganz unglaubliche technische Fertigkeit
und einen blitzschnellen Pinsel, woraus man die zahllose Menge seiner
Arbeiten erklären kann. Man findet sie in England , in Frankreich
und andern Theilen Europas. Er besuchte auch Dänemark und
Schweden , wo ihn die Königin Christina mit Ehrenbezeugungen
empfing und ihn zu ihrem Kammerherrn machte. In dieser Eigen-
schaft unternahm er auf ihren Befehl eine grosse Reise an die
ersten Höfe Europas, um die Könige, Prinzen und andere berühmte
Männer zu malen, denen er ein Bildnis der Königin Christina
zum Gegengeschenk machte. Diese Reise vermehrte seinen Ruf
und erwarb ihm Reichtümer, indem er unter andern von verschiedenen
Monarchen neun goldene Ketten mit Medaillen zum Geschenk erhielt. Die Ursache, warum Beck nach einiger Zeit die
Dienste der Königin zu verlassen wünschte, ist unbekannt. Sie
verweigerte ihm den Abschied; da er aber auf einige Wochen
Urlaub erhalten hatte, kehrte er nie mehr nach Schweden zurück.
Er eilte nach dem Haag, ohne auf die Briefe der Königin aus Paris
zu achten, und starb daselbst nach einigen an den Folgen einer
Vergiftung. Fiorillo V. 352. Ticozzi nennt diesen Künstler irrig
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