Beauvarlet, Jacques Firmin, Kupferstecher , geb. zu Abbeville 1733, gest. zu Paris 1790. Er kam jung nach Paris , lernte bei Ch. Dupuis und L. Cars und wurde ein Künstler , der Epoche machte. Er war beseelt von dem Streben, dem verdorbenen Geschmacke seiner Zeit entgegen zu arbeiten und seine Werke trugen auch viel bei, die französische Kupferstecherkunst auf den Weg des Bessern zu führen, auf welchem sie nur den zu großen Glanz hätte vermeiden sollen. Seine erste Manier zu stechen war in einem breiten und malerischen Stile, welchen die Kenner schätzten, ungeteilten Beifall aber erwarb er sich später durch seine äusserste Vollendung.
Die Werke aus dieser Zeit wurden zu hohen Preisen bezahlt, und es fehlt auch jetzt noch nicht an Liebhabern, welche Beauvarlet’s Blätter zu schätzen wissen. Zu seinen vorzüglichsten gehören:
„La lecture“ und „La conversation espagnole“, zwei sehr angenehme und zart ausgeführte Blätter nach Vanloo; in gr. Fol. Sie wurden auf Auktionen in Paris zu 80 bis 120 Fr. bezahlt. Bei St. Hubert wurden sie um 273 Fr. und bei Servat um 225 Fr. erstanden.
„Die Geschichte der Esther“, in sieben grossen Blättern, nach De Troy’s Gemälden, die er in Rom gemalt; gr. qu. Fol. Sie sind sehr gesucht und werden teuer bezahlt. Bei Brandes galten 4 Bl. davon 27 Rthl, und bei Winckler ein einzelnes 4 Rthl. 4 gr.
„Les coususes“, nach Guido, ein Blatt von ausserordentlicher Feinheit des Stiches; gr. qu. Fol. Galt bei Valois 23 Fr., bei Winckler 4 Rthl. 12 gr. und bei Schwarzenberg 14 Thl.
„Der Marquis von Pombal, am Ufer des Meeres sitzend“, nach Roslin und Vernet; gr. qu. Fol., sehr selten. Bei Winckler und Schwarzenberg 3 Rthl.
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