Bause, Johann Friedrich

Bause, Johann Friedrich, Kupferstecher , geb. zu Halle 1738,
gest. zu Weimar 1814.

Er gehört zu den vorzüglichsten deutschen Kupferstechern und
verdient um so mehr Lob, da er die Ausbildung seines seltenen
Talentes sich größtenteils selbst zu verdanken hat. Nicht zufrieden
blos für Buchhändler seinen Grabstichel zu gebrauchen, wo-
bei die Veredlung der Kunst notwendig gefährdet werden musste,
begab er sich 1759 nach Augsburg . Diese Reise und vorzüglich
das Studium nach den berühmtesten Kupferstichen, unter denen
er vorzugsweise Wille zum Muster wählte, gab er seinem Geschmack
eine bessere Richtung und seinem Stichel mehr Feinheit, der al-
les Metallartige vermied und sich mehr durch malerischen Reiz aus-
zeichnete,

Die Bekanntschaft mit Wille, mit dem er sich schriftlich unter-
hielt, und der gute Rath desselben, gereichten ihm zu großem
Nutzen. Auch fand er in Leipzig , wo er sich seit bis kurz
vor seinem Tode aufhielt, einen großen Wirkungskreis,

Er lieferte wenig historische Blätter, um so verdienstlicher aber
sind die Bildnisse berühmter Männer, die er mehrentheils nach
den Gemälden von A. Graff stach. Wohl selten gab ein Künstler
in der Copie den Geist des Originals so treu wieder. Die Freiheit
und Sicherheit des Malers findet man ebenso wahr in den gesto-
chenen Bildnissen; die Fleischpartien sind vortrefflich behandelt
und jeder Stoff ist in seinem bestimmten Charakter ausgedrückt. Aber
es war ihm nicht genug, als ausgezeichneter Künstler durch den
Grabstichel zu glänzen, er lieferte auch Versuche in Aquatinta,
in der schwarzen Kunst und Zeichnungsmanier, so wie im Punktiren,
besass auch grosse Fertigkeit mit der Nadel umzugehen.
Bause’s Werk enthält über 200 Stücke,

Zu seinen vorzüglichsten gehören:

Rosette, nach Netscher; Fol.

Die 2eissiEe Hausfrau, nach G. Dow, 1766; H. 10 Z. 1 L., Br.
7 ‘ 3 .

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