Baumbach, Carl

Baumbach, Carl, Portraitmaler, geb. zu Ballenstedt im Herzogthum Anhalt-Bernburg im Jahre 1704. Er machte seine ersten Studien auf der k. Akademie zu Dresden unter Professor Matthäi, und übte dann seine Kunst einige Jahre im nördlichen Deutschland , namentlich in Münster und Bremen . Bei seiner Anwesenheit in Berlin (1828) zogen ihn besonders die herrlichen Leistungen der Düsseldorfer Schule an, und es gelang ihm auch unter der Leitung W. Schädow’s, des würdigen Directors der Akademie zu Düsseldorf und Hauptes jener berühmten Schule, mit Eifer und Ernst sein Fache obliegen zu können.

Im Begriff nach Italien zu wandern, fesselte ihn das regelrechte, großartige Kunsttreiben in München einige Jahre, und hier malte er

auch viele Portraits bedeutender Personen zur vollkommenen Zu- friedenheit.

Durch eine schon gereifte Bildung hinlänglich für Italien vor- bereitet, sah er zu Anfang des Jahres 1835 endlich das ersehnte Land mit seinen herrlichen klassischen Kunstschätzen. Hier stu- dierter er besonders Rafael’s Werke, seine edle Einfachheit, seine treffend wahre Auffassung der Charaktere, seine grosse Wahrheit im Colorit. Auch widmete er den Werken der venetianischen Schule seine volle Aufmerksamkeit, und suchte sich so, indem er das Stu- dium dieser klassischen Meister zugleich mit dem der Natur ver- band, seinem Ziele immer mehr zu nähern. Am Ende des Jahres 1834 kehrte er nach München zurück.

In Baumbach’s Portraiten erkennt man in der Auffassung und Anordnung mehr das Streben nach einfacher reiner Naturwahrheit, als nach glänzendem Effekt. Sein Colorit ist wahr und kräftig, mit feinem und fleißigem Pinsel behandelt, und das Ganze von sorgfältiger Modellierung. Im Jahre 1852 sah man auf der Kunst- ausstellung in München das gelungene Bild eines Tempelritters, nach einem schönen lebenden Moulle gemalt. Besonders trefflich sind einige weibliche Portraits von Italienerinnen, die der Künst- ler aus Italien mit sich brachte.

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