Baudet, Stephan, Kupferstecher , geb. zu Blois 1643, gest. zu Paris . Er lernte zu Paris und ging dann nach Italien , wo er die Manier und das viereckigte Korn von Bloemaert angenommen zu haben scheint, doch mit weniger Geschmack und Einsicht als sein Muster. Seine meisten Arbeiten sind mit vieler Nettigkeit ausgeführt, aber auch mit jener Härte, welche das Metall verräth; die Extremitäten zumal sind nicht immer gut angegeben. Nach seiner Rückkehr aus Italien vereinigte er oft die Nadel mit dem Grabstichel, und brachte alsdann Blätter hervor, die Werth haben, und denen von J. P. Poilly ähnlich sind. Ueberhaupt kann man bei all obigem Tadel mehreren seiner Stiche große Achtung nicht versagen. Seine geschätztesten Blätter sind nach Heller:
Adam und Eva nach Dominichino 1687; H. 26 Z. 8 L., Br. 20 Z. 10 L.
Moses schlägt an den Felsen, nach Poussin; H. 18 Z. 6 L., Br. 24 Z. 10 L. (30–306 Fr., Brandes 7 Rthlr.)
Der kleine Moses verschmäht Pharao’s Krone, nach demselben; H. 19 Z. 5 L., Br. 24 Z. 10 L. (Brandes 12 Rthlr., Winkler 2 Rthlr. 23 Gr.)
Die Verehrung des goldenen Kalbes, nach Poussin; H. 19 Z. 3 L., Br. 24 Z. 6 L. (Brandes 8 Rthlr. 14 Gr., Schneider 2 Rthlr. 21 Gr.)
Der Raub der Sabinerinnen, nach demselben; H. 20 Z. 9 L., Br. 26 Z. 6 L. (Brandes 9 Rthlr. 12 Gr.)
Die heilige Familie an der Mauer, nach Poussin; H. 19 Z. 3 L., Br. 24 Z. 6 L. (Brandes 8 Rthlr., Frauenholz 6 fl.)
Die Steinigung St. Stephans, nach demselben 1672; H. 16 Z. 6 L., Br. 12 Z. 6 L. (Valois 40 Fr., Brandes 2 Rthlr.)
4 Bl. grosse historische Landschaften, nach demselben 1684; H. 21 Z., Br. 27 Z. 9 L. (Brandes 12 Rthlr. 16 Gr.)
Die Samariterin, nach Albani; H. 14 Z. 4 L., Br. 10 Z. 3 L. (Brandes 4 Rthlr.)
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