Bartsch VII. S. 112 beschreibt von unserm Künstler 27 Kupferstiche und Aetzungen; Brulliot dict. des monogr. I. No. 1003., nouv. edit., kennt deren noch drei, die Bartsch entgingen. Die vorzüglichsten sind folgende: E Die Geduld; H. 3 Z. 11 L., Br. 2 Z. 7 L.
Auf dem Blatte liest man die Jahreszahl 1540, und neben dem Monogramme auch die Worte: Sebaldus Beham Pictor Noricus fa- ciebat. Die ersten Abdrücke dieses schönen Blattes haben oben in der Luft, wo die Engel schweben, keine Wolken, und sind sehr selten.
Die Melancholie, 1530; H. 2 Z. 11 L., Br. 1 Z. 11 L.
Die ersten Abdrücke sind vor der Jahrzahl.
Die Geschichte des verlorenen Sohnes, 4 Blätter; H. 3 Z. 7 L., Br. 2 Z. 2 L.
Die beiden ersten Blätter: wie der Sohn das väterliche Haus ver- lässt, und wie er sein Vermögen vergeudet, sind täuschend copirt. Die Copie des ersten Blattes erkennt man daran, dass das Laub- werk des Baumes, welcher sich über der Gestalt des Sohnes aus- breitet, links bis zum letzten Buchstaben I in MIHI reicht, wäh- rend es im Original nur bis zum Buchstaben R in PORCIONEM geht.
Die Copie des zweiten Stückes erkennt man an der Inschrift, welche oben steht. Im Originale steht der Buchstabe V in LVCE genau unter dem L im Worte LVXORIOSE, während derselbe Buchstabe in der Copie etwas weiter nach rechts gerichtet ist. Auch ist das Messer auf dem Tische in der Copie etwas gekrümmt, im Original aber ist es gerade.
Man kennt von Beham noch eine andere Darstellung des verlor- nen Sohnes, wie er als Schweinhirt die Hände zu Gott faltet, mit der Unterschrift: Peccavi in coelum et coram te; H. 2 Z. 8 L., Br. 2 Z. 11 L.
Ein Narr mit zwei Verliebten; H. 1 Z. 1 L., Br. 1 Z. 11 L.
Das Wappen mit dem Hahn, 1545; H. 2 Z. 7 L., Br. 1 Z. 9 L.
Trajan; H. 4 Z., Br. 3 Z.
7 Blätter Monate; H. 2 Z. 8 L., Br. 1 Z. 10 L.
Das Nagelbild des Künstlers; Diameter 2 Z. 6 L.
Das Unglück; H. 2 Z. 11 L., Br. 1 Z. 11 L.
Das Glück, 1520; H. 4 Z. 6 L., Br. 2 Z. 11 L.
Die Nacht, 1548; H. 4 Z., Br. 2 Z. 11 L. Aldegrever hat das Blatt copirt.
Der heil. Sebaldus, 1521; H. 5 Z. 7 L., Br. 4 Z. 2 L.
In den zweiten Abdrücken ist die Platte kleiner gemacht, nur 4 Z. 5 L. hoch, und 3 Z. 8 L. breit.
Die 12 Apostel, 12 Blätter; H. 1 Z. 8–9 L., Br. 1 Z. 1 L.
Das erste Blatt hat das Monogramm und die Jahreszahl 1545. Fiorillo vermuthet, dass Beham diese Blätter nach irgend einem ältern Meister copirt habe.
Ein kleiner Fries, einen Triumphwagen darstellend, mit der Un- terschrift: „Triumph der edlen Schilderinnen“, dem Monogramm und der Jahrzahl 1549.
Dieses ist eine verkehrte Copie des unbekannten Meisters, wel- chen einige mit Beham verwechselt haben.
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