Bartsch nennt diesen Künstler in seiner Anleitung zur Kupferstecherkunst den ersten Kupferstecher unserer Zeit, dessen Blätter in allen künftigen Zeiten als Meisterstücke der seltensten Art bewundert werden dürften. Dieses mag wohl in der Nachahmung plastischer Werke der Fall sein, denn seine Natur und Neigung neigte ihn hauptsächlich auf die Form hin, und daher ist sein Laokoon unübertrefflich. Indessen steht beim Vergleich J. G. Müller, dessen Portrait Ludwig’s XVI. viele Deutsche jenem von Bervic vorziehen, Richomme, Desnoyers, und selbst Morghen nicht im Schatten, und Longhi dürfte höher zu stellen sein.
Im Technischen brachte es Bervic zur höchsten Meisterschaft, nur neigte er sich zu sehr zu einer metallisch-schimmernden Manier hin, zumal in seinem Nessus und Dejanira. Doch feierte er darin nicht immer den Triumph seines Grabstichels, was sein Portrait Ludwig XVI. beweist, ein Werk, das desswegen nur noch höhere Achtung verdient.
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