Bartsch findet es wahrscheinlich, dass diese Teile einer Spielcharte seien, doch kennt man die Zahl der Blätter nicht. Vielleicht sind es nur jene sechs, von denen Heinecke spricht, zu denen auch diese zwei zu gehören scheinen, deren Bartsch erwähnt.
Ein junger Mann auf der Erde sitzend neben einer Weinlaube, wie er ein Mädchen umarmt, nach einem Kupferstiche copirt; H. 4 Z. 8 L., Br. 3 Z. 2 L.
Ein junger Mann einem Mädchen gegenüber, links im Grunde ein Blumentopf; H. 2 Z. 11 L., Br. 2 Z. 6 L.
Dieses Blatt wird gewöhnlich dem Beham zugeschrieben, aber die Zeichnung ist zu schlecht, als dass Bartsch selbe unserm Künstler zuschreiben könnte.
Der Brunnen der Jugend, in welchem sich verschiedene Personen baden. Eine grosse Composition von vielen Figuren, in 4 Blättern; Br. 40 Z. Vorzüglich, so wie die folgenden.
Das Kirchweihfest, ein grosses Stück in 4 Bl.; H. 13 Z. 6 L., Br. 42 Z. 4 L.
Man hat von diesem Werke drei verschiedene Ausgaben. Die erste hat oben links das Zeichen Hans Sebald’s, ohne Jahr. Die zweite trägt das Jahr 1535, mit dem Zeichen und dem Namen: Albrecht Glockendon Illuminist zu Nürnberg bey dem Sunnenbad. Auf dem dritten Druck ist das Zeichen und Hans Weigel’s Adresse.
Eine sehr genaue Copie im Holzschnitte ist gewöhnlich mit holländischen und französischen Versen begleitet, mit beweglichen Buchstaben gedruckt. In der Grösse des Originals.
Ein militärisches Fest, zu Ehren Kaiser Karl V. gegeben, bei seiner Ankunft in München , Zwischen den beiden Wappen von Bayern und Österreich steht die Inschrift: INGRESSUS TRIVMPHALIS CAROLI V IN MONACHIUM ANNO DOM. 1530. 10. JUNII. 4 Bl.; H. 13 Z., Br. 49 Z. 4 L.
Dieses Stück trägt das Zeichen Beham’s nicht, aber Bartsch hält es für ein sicheres Werk dieses Künstlers. Die Zeichnung hat, aller Wahrscheinlichkeit nach, er selbst auf die Platte gezeichnet.
Ein Soldatenzug mit ihren Weibern, ein grosses Stück in 4 Bl.; H. 11 Z., Br. 56 Z.
Ein ähnliches Blatt, ebenfalls in 4 Bl., ohne Zeichen des Künstlers; H. 11 Z., Br. 52 Z.
Bartsch beschreibt in Allem 171 Holzschnitte.
Es muss nach Heinecke auch einen älteren Künstler dieses Na- mens gegeben haben, der nicht mit dem obigen zu verwechseln ist. Dieser lebte um 1440, nach der Jahrzahl eines Stiches zu ur- theilen. Im Cataloge des Paul Beham wird S. 75 eine Passion von 11 Bl. erwähnt mit dem Jahre 1448, in 8. Die Lebensverhältnisse dieses alten Kupferstechers kennen wir nicht.
Es gibt übrigens noch mehrere ältere Künstler dieses Namens. Ein Hans Beham war Maler in Ulm. Dieser musste im Jahre 1399 eine Urkunde schwören, zwölf Meilen von der Stadt entfernt zu bleiben, oder als einer, dem sein Leben durch Urtheil u. Recht abgesagt ist, in Banden zu stehen. Er wandte sich wahrscheinlich nach Nürnberg. Ein Maler gleiches Namens lebte 1460 in Ulm, 1446 in Nürnberg. Heinrich Beham kommt 1413 und 14 vor, wieder Heinrich Beham 1446 und noch 1460. Von diesem stammte Barthel Beham ab.
Ein Bruder Hans Sebald’s, Hans oder Johannes Beham, lebte zu Anfang des 16. Jahrhunderts, und malte weltliche Figu- ren, Bildnisse u. a.
Hans Beham der ältere war ein erfahrener Baumeister zu Nürn- berg, und starb 1531.
Hans Beham der jüngere und Paul Beham waren Stein- schneider, und Hans Wilhelm Beham Kunstschreiner in Nürn- berg. Dieser starb 1610. Weyermann’s neue Nachrichten von Ge- lehrten und Künstlern.
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