Bartoli, Domenico — Maler, Schüler und Neffe des Taddeo, den Rumohr für einen Bruder desselben hält, verbesserte durch eine weniger trockene Zeichnung und etwas mehr Einsicht in die Per- spektive die Manier seines Meisters, verbündete mit dem Ausdrucke auch die Grazie , und übertraf daher den Taddeo.
Man sieht im Pilgerhause des grossen Spitals zu Siena noch Fresken von seiner Hand. Sie stellen die frommen Dienste, die zahlreichen Hülfsbedürftigen geleistet worden, mit vieler Natürlich-
keit dar, besonders verdient der Dominikaner Lob, welcher einem
Kranken beisteht; auch sind hier und da Nacktes und architektoni-
sche Ornamente nicht unglücklich ausgeführt. Man liest Namen
und Jahrzahl des Künstlers in folgender Inschrift: Dominicus Bar-
toli de Senis me pinxit anno Dom. 1440. Vergl. lett. San. II, p. 144.6.
In der Kirche S. Giuliano zu Perugia befindet sich eine Altartafel
mit der Aufschrift: Dominicus Bartoli de Senis me pinxit, etc.
1438. Im Jahre 1442 arbeitete Domenico in einem Zimmer des
Spitals St. Maria della Scala zu Rom . Seine letzten Arbeiten waren
nach Vasari in St. Trinita zu Florenz und in der Kirche del Car-
mine. Vgl. Rumohr’s ital. Forsch. I, c. im Artikel Taddeo’s,
Vorsicht
Diese Seite wurde maschinell erstellt. Die Zuverlässigkeit der OCR ist durch die Qualität der Scans, der Software und des Workflows zwangsläufig beschränkt. Eine menschliche Korrektur und Redaktion fand nicht statt.
Das Ziel dieser Seite ist es, die gezeigten Resourcen einfach zugänglich zu machen. Für Zitate und eine direkte Nutzung sind sie nicht ausreichend. Hierfür ist notwendigerweise das originale Quellenmaterial hinzuzuziehen.
Der zugrundeliegende Scan ist hier zu finden https://archive.org/details/bub_gb_043rAAAAMAAJ