Baroni, Caspar Anton von

Baroni, Caspar Anton von, genannt Cavalcabo, Maler, geb. zu Sacco 1682, gest. 1755. Er verrieth schon in seiner frühesten Jugend seine Liebe zur Malerei, worin er, ohne alle Anleitung, verschiedene Versuche, selbst in Fresco, machte. Ein naher Anverwandter Jos. von Baroni, welcher aus der Schule der berühmten Veroneser Künstler Alexander Marchesini und Anton Calza nach Sacco zurückgekehrt war, bemerkte seine vortreffliche Anlage zur Malerei , und gab ihm den ersten Unterricht. Er kam hierauf in die Schule des Ballestra zu Verona , wo er Riesenschritte in der Malerei machte, und begab sich 1707 mit seinem Meister nach Rom , wo er noch zwei Jahre die Anweisung des Karl Maratti genoss. Baroni zählte damals 26 Jahre, und musste als der älteste Sohn längere Zeit die Ökonomie-Geschäfte des väterlichen Hauses besorgen, bis er dieselben dem herangewachsenen Bruder Quintilius überlassen, und sich ganz der Kunst weihen konnte. Er blieb unverheiratet, und erreichte in bewunderungswürdiger Kunsttätigkeit ein hohes Alter, woraus sich die große Anzahl seiner hinterlassenen Kunstwerke erklärt, welche noch jetzt die Zierde so vieler Kirchen des südlichen Tyrols, und in verschiedenen Privatsammlungen aufgestellt sind. Die Frauenkirche del Carmine zu Roveredo hat allein zehn seiner neuesten Ölgemälde in Altarblättern, und auch die Kirchen dei Suffragio und des heil. Rochus, sowie der Salesianerinnen daselbst, sind mit seinen Werken ausgestattet. Die Altarblätter in der Kirche der aufgehobenen Augustinerinnen zu Sacco sind gleichfalls von Baroni, und die Frauenkapelle di Caravaggio, welche die reiche Familie von Fedrigotti erbauen ließ, wurde von ihm ganz in Fresco gemalt und mit einem schönen Altarblatte geschmückt. Das Hochaltarblatt in der Pfarrkirche des heil. Stephan zu Mori ging ebenfalls aus der Meisterhand Baroni’s hervor, und auch die Pfarrkirche von Isera, sowie die Kirche der aufgehobenen Minoriten zu Brancolino, haben schöne Gemälde von ihm. Ein großes Frescogemälde in der Pfarrkirche zu Villa, die Jakobsleiter vorstellend, war sein letztes Kunstwerk.

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