Barentsen, auch Bernard, Dirk, Maler, geb. zu Amsterdam 1534, gest. 1502. Er war der Sohn Barentz des Tauben und er- hielt von diesem den ersten Unterricht in der Kunst. In seinem 20. Jahre reiste er nach Italien und wurde in Venedig von Titian liebreich empfangen; er genoss selbst den Unterricht dieses gros- sen Künstlers. Nach einem siebenjährigen Aufenthalte in Italien kehrte er in sein Vaterland zurück und malte Porträts in einem großen Style, ganz im Geschmacke Titian’s. Er malte auch ein großes Gemälde, den Sturz Lucifers, der sehr hoch geschätzt, aber leider in den Religions-Unruhen zernichtet wurde. Des- camps nennt zu Amsterdam eine Judith als Barentsen’s Haupt- werk und gibt auch noch andere Nachrichten über Gemälde die- ses Künstlers.
Nach Barentsen wurde vieles in Kupfer gestochen, neben andern von I. Sadeler, und nach einer handschriftlichen Nachricht Ma- riette’s dürfte er selbst in dieser Kunst erfahren gewesen sein. Es sind unter Titian’s Blättern einige Landschaften mit D B bezeich- net, welche nach Mariette’s Vermutung unserm Künstler angehö- ren könnten. Brulliot dicet. des monogr. II. Nro 562 kennt noch andere Landschaften, die ebenso bezeichnet und in derselben Weise gefertigt sind; allein diese hat Constantin Malombra gestochen.
Auch den Artikel Barent, seines Vaters.
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