Barbatelli, Bernardo, genannt Poccetti, delle Grottesche, delle Facciate und delle Muse , Beinamen, welche sich auf verschiedene seiner Werke beziehen. Er war zu Florenz 1548 geb. und starb 1612. M. Ghirlandajo war sein Lehrer, aber vorzüglich zogen ihn Rafael’s Werke an. Er war in allen Theilen der Malerei fertig und fruchtbar, und der Vorläufer einer neuern bessern Manier in der toskanischen Schule, die sich bald darauf durch Cardi und Pagani verbreitete.
Nach seiner Rückkehr in die Vaterstadt, zeigte er seinen Geist in zierlichen, geläufigen Arbeiten, sowohl in Öl als Fresco. Sein Meisterstück ist der durch ein Wunder wieder auferweckte Ertrunkene, den man im Kloster der Verkündigung bewundert. Seine Hölle nach Dante ist durch das äußerst seltene Blatt von Callot bekannt. Das Leben der Heiligen Nereus und Archileus, das mit dem obigen ebenfalls zu Barbatelli’s Bestem gehört, hat Gregori gestochen. Callot stach ferner noch die 7 Todsünden, die beste Arbeit aus der Periode seines Aufenthaltes in Florenz. Heinecke verzeichnet 14 nach ihm gestochene Blätter. Vgl. Fiorillo I. 399. Heinecke, Lanzi I. 185.
Sein Bruder Johann Baptist, auch Poccetti genannt, machte sich mit vortrefflichen aus Holz geschnitzten Cruzifixen sehr berühmt.
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