Bandel, Joseph Ernst von

Bandel, Joseph Ernst von, Bildhauer geb. zu Ansbach 1800, ein Künstler, der bereits durch treffliche Werke seine Weihe beurkundet hat. Er erhielt den ersten Unterricht in seiner Vaterstadt und be- gab sich dann nach München , um auf der k. Akademie der Künste seine Laufbahn weiter zu verfolgen. Wie sehr er seinem Studium oblag, zeigen die trefflichen Arbeiten, die man seit 1820 auf den Kunstausstellungen der Haupt- und Residenzstadt von Bayern sah.

Im bezeichneten Jahre fand sein ruhender, lebensgrosser, Mars in Gyps den vollen Beifall der Kenner, denn der lebensvolle Aus- druck und das reine Ebenmass verkündeten schon eine schöne Stufe künstlerischer Bildung. Im Jahre 1823 zeigten eine Charitas und ein Faun des Künstlers Fertigkeit in Anordnung und Behandlung der plastischen Massen. Erstere führte Bandel 1833 in Marmor aus und lieferte hierin ein Werk voll Weichheit und Lieblichkeit. Die- ser Künstler besitzt überhaupt ausgezeichnetes Talent für die Be- arbeitung des Marmors. Gleiche Zartheit der Behandlung zeigt Bandel auch in seinen Büsten, denen er noch überdies den Stempel der geistigen Wesenheit des darzustellenden Individuums aufzudrü- cken weiß. Hierher gehören neben andern das Bildnis des höchst- eleganten Königs Maximilian von Bayern (1832) und die Porträts der berühmten Künstler D. Quaglio , P. Hess, Stieler und Gärtner im Lokale des Kunstvereines zu München,

Andere Werke von der Hand dieses Künstlers sind:

Das Monument des Intendanten der k. b. Hofgärten, des Ritters von Skell, am See des englischen Gartens bei München; das Grabmal des Direktors und Historien-Malers von Langer; ein Amor aus carrarischem Marmor; der Genius des Lebens, Hoch- relief aus gleichem Stoffe; Amor und Psyche, eine lebensgrosse Gruppe in Gyps, eine Venus und die Hoffnung, zwei Statuen in Lebensgrösse, ebenfalls in Gyps. Die letzten fünf

Werke sah man 1832 auf der Schaustellung in München.

Gegenwärtig befindet sich der Künstler in Berlin.

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