Bambini, Nicolò, Cavaliere veneziano, Historienmaler , geb. zu Venedig , gest. daselbst 1756. Er bildete sich in Mazzoni's Schule, ging dann nach Rom zu C. Maratti und erlangte den Ruf eines eleganten und zierlichen Zeichners, der edle Gedanken in großen Wand- und Ölbildern darstellte. Allenfalls gebrach ihm an Farbensinn, und so war das Colorit der schwächere Teil, ja er erhob sich hierin kaum zur Mittelmäßigkeit. Er erkannte die- ses auch, und verbot desswegen seinen Schülern das Copiren nach seinen Arbeiten.
Die Werke des Ritters Bambini sind nicht gleich: zuweilen malte er, wie Lanzi II. 210. versichert, ganz im römischen Ge- schmacke, wie sein heil. Stephan beweist, den er bald nach seiner Rückkehr von Rom darstellte; in andern Bildern ist er freier, gleich Liberi, den er einige Jahre sehr gut nachahmte, und dessen Schönheit in weiblichen Löpfen ihm immer vorschwebte. Ein anderes Mal scheint er sich selbst zu übertreffen, namentlich in den Arbeiten von seiner eigenen Erfindung, die er .nachher von dem Genueser Cassana, diesem ausgezeichneten Bildnismaler und tüchtigen Coloristen, übermalen, und so zu sagen beleben ließ.
Es wurde auch Einiges nach seinen Gemälden gestochen. Seine Söhne Stephan und Johann waren ebenfalls Maler, die der Weise des Vaters folgten, doch ist über ihr künstlerisches Treiben wenig bekannt.
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