Balzer, Johann, der ältere, Kupferstecher , geb. zu Kukus 1738, gest. zu Prag 1799. Er kam in die Schule des berühmten M. H. Rentz, und besuchte dann, nachdem er bei diesem einige Jahre sich in der Kunst geübt hatte, die meisten deutschen Akademien. Nach seiner Rückkehr ins Vaterland setzte er sich zu Lissa in Böhmen , einer Herrschaft des Grafen von Spork, seines Gönners, zog aber später nach Prag , wo er sich Ruhm und Vermögen er- warb, und als Mitglied der k. k. Akademie zu Wien starb. Das Werk dieses Künstlers ist bedeutend, und am vollständigsten bei Dlabacz angegeben. Eine grosse Anzahl seiner Porträts sind in den Lebensbeschreibungen böhmischer und mährischer Gelehr- ten und Künstler, die von 1773–77 zu Prag in gr. 8. erschienen. Seine übrigen Arbeiten bestehen in ländlichen Darstellungen, Schlachten, Genrestücken, Heiligenbildern u. s. w. Auch etliche Landschaften lieferte er, verschiedene Vignetten zu Adaeut Voigts Beschreibung der böhmischen Münzen, Prag 1771; die Kupfer zu Walenta’s Sammlung der merkwürdigsten Städte und Festungen, welche von 1788–90 von österreichischen und russischen Armeen der Pforte abgenommen wurden, etc.
Balzers Blätter wurden in verschiedenen grossen Städten, ja sogar in Constantinopel mit vielem Beifall aufgenommen. Er lieferte mit Beihilfe seines Bruders Mathias und mit anderen Künstlern über 1000 Stücke, die freilich ihren Ruhm ziemlich überlebt haben; indessen verdienen doch einige die Aufmerksamkeit der Kunstfreunde.
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