Balechou, Johann Jakob

Balechou, Johann Jakob, vorzüglicher Kupferstecher , geb. zu Arles 1715, gest. zu Avignon 1764. Schüler von Michel und Bern. Lepicie. Dieser Künstler genoss ausgezeichneten Ruf und die Lieb-

haber suchten begierig, nach seinen Werken, doch entging er strenger Kritik nicht. Levesque machte ihm den Glanz seines Stichels zum Vorwurf, was Joubert für keinen Fehler hält; er sucht diesen nur in einer falschen Anwendung bei gewissen Fällen. Übrigens besitzen die Werke dieses Künstlers grosse Vollkommenheiten und einige sind vortrefflich zu nennen.

Balechou übte anfangs seine Kunst in Paris und wurde daselbst auch in die Akademie aufgenommen worden seyn, wenn er sich nicht wegen Zurückhaltung einiger Abdrücke des Portraits von König August II. von Polen einen hässlichen Rechtshandel zuge- zogen hätte. Als er nun vollends etwas an der Platte verdorben hatte, musste er Paris gänzlich verlassen, und begab sich nach Avignon , wo er bis an sein Ende lebte.

Seine Hauptblätter sind:

August III. von Polen, nach Rigaud; gr. fol. Die ersten Ab- drücke sind vor der Jahreszahl 1750 und den Worten: Cherv. de l'ord. de St. Michel. Der Verfasser der Notice sur les estam- pes exposées à la bibliothèque royale 1810 sagt, dass nur ein einziger Abdruck vor der Schrift existire, den das k. Cabinet bewahre; dieses ist aber nach Joubert ein Irrthum und der be- zeichnete Autor hätte nur sagen sollen, dass dies der bester- haltene Abdruck sey, unter denen, die vor der Schrift im Um- lauf gekommen sind. Die neuen Abdrücke sind von Zingg re- touchirt, was aber Joubert nicht zugeben will. Dieses Blatt galt bei Durand vor der Schrift 900 Fr. und mit derselben, aber vor dem Jahre 1750, 300 Fr. In den übrigen Auctionen wur- de es von 100 — 260 Fr. bezahlt, mit letzter Summe bei Ma- riette. Bei Frauenholz galt es 22 fl., bei andern 5 — 6 Rthl.

Der Sturm, nach Vernet. H. 18 Z. 9 L., Br. 20 Z. 10 L. Die ersten Abdrücke haben die Adresse: Se vend à Avignon chez l’auteur etc. In den zweiten Abdrücken fehlt die Adresse und in den dritten ist sie wieder hergestellt, doch ist die Schrift mit Querstrichen bedeckt, und das Blatt retouchirt. Galt bei Frauenholz 19 fl. 12 Kkr. vor der Schrift, bei andern 3 — 7 Rthl.

Die ruhige See, nach demselben, Gegenstück zum vorhergehen- den. H. 18 Z. 8 L., Br. Z. 5 E. In den ersten Abdrück- en ist die Schrift auf weißem Grund, Der dunkle Schatten, welchen man rechts auf einem Felsen im Vorgrunde erblickt, ist nur mit einer Kreuzschraffur, in den zweiten Abdr. aber mit einer dreifachen gefertigt; in den dritten ist er mit Quer- strichen bedeckt und die Abdrücke sind sehr retouchirt. Frauen- holz, vor der Schrift 25 f. 10 kr., bei andern 3 — 6 Rthl.

Die badenden Mädchen, nach Vernet. H. 17 Z. 11 L., Br. 21 Z. 11 L. In den ersten Abdrücken soll die Schrift mit Quer- strichen bedeckt seyn, was nach Heller aber die zweiten seyn dürften. In den dritten ist die Schrift wieder auf weissem Grund.

Auch ist der Lichtreflex auf der linken Wade des Mädchens,

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