Baillie bekam die Originalplatte des sogenannten „Goldwäger“-Blattes von Rembrandt in die Hände, und überarbeitete sie mit so vieler Einsicht, dass man die Abdrücke für Originale ansah. Sie haben einen hohen Preis und werden täglich teurer, weil der Künstler nachher die Platte in vier Stücke zerschneiden liess, die er einzeln abdruckte. Eine herrliche Copie nach Rembrandt ist außer der angeführten Landschaft mit den drei Bäumen: der Goldwäger, mit 1630 datirt; sehr selten und geschätzt ist eine grosse Landschaft mit einer steinernen Brücke, nach einem Gemälde aus der Sammlung des Grafen Bute, gestochen 1762. Auch diese Platte ist vernichtet. Ebenfalls sehr selten sind die spielenden Soldaten , nach Görard geätzt, so wie die Eitelkeit oder das Kind, das Seifenblasen macht, ein Blatt in 4., nach Rubens. Die Platte existiert nicht mehr. Zu den vorzüglichsten Blättern gehören ferner:
Die Landschaft mit den Tempelruinen und orientalischen Figuren; ohne Zeichen des Stechers in den ersten Abdrücken, die späteren sind mit: W. B. insculp. 1762 bezeichnet.
Joh. Torner, mit bloßem Kopfe, Bart und weissen Haaren, im Mantel, nach einer Miniatur von Nath . Hone.
Der Herzog von Monmouth zu Pferde, im Hintergrunde eine Schlacht; ein schönes Blatt in Schwarzkunst, bei welchem sich die Abdrücke in dem Worte miserantur und meserantur unterscheiden.
Die Grablegung, nach Rembrandt, eine reiche Composition.
In der Luft schwebende Engel, nach Rafael; ein sehr schönes Blatt in rother Kreide.
Susanna, von Daniel gerechtfertigt, in Schwarzkunst, nach G. v. Eckhout.
Das Innere einer Stube, wo Bauern spielen und trinken, nach Teniers ; Hauptblatt.
Der Federschneider, nach Dow,
Zwei Offiziere bei einer Frau, welche bei einem Lichte schläft, nach demselben 1774.
Baillu. S. Baillen.
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