Bagelaar, Ernst Willem Jan, ein trefflicher Zeichner und Kupferstecher , der seine Kunst nur als Dilettant übte. Er wurde zu Eindhoven 1775 geboren und entschied sich später für den Kriegsdienst , welchem er mehrere Jahre oblag, bis er als Major in den Ruhestand versetzt wurde. Seine Liebe zur Kunst erwachte erst , als er zu Alkmaar Gelegenheit fand, Zeichnungen von berühmten alten Meistern zu sehen.
Von dieser Zeit an widmete er sich der Zeichenkunst mit Eifer und versuchte sich 1802 sogar im Aetzen. Im Jahre 1820 belief sich sein geätztes Werk schon an die 300 Stücke mit den Veränderungen. Die meisten Blätter sind nach Zeichnungen von seiner eigenen Erfindung und bestehen grösstentheils in kleinen Landschaften, nach der Natur aufgenommen. Auch einige Porträts hat er verfertigt, wie das Kaiser Alexanders, des Malers H. von Bruschen und des Kupferstechers Marcus. Andere seiner Blätter arbeitet er nach Van de Velde, J. Janson und J. Kobell.
Da Bagelaar die Kunst nur aus Liebhaberei betrieb, so schenkte er die Blätter gewöhnlich an gute Freunde, weshalben sie nicht verbreitet sind. Sie haben übrigens Verdienst und sind auf eine diesem Liebhaber eigene Weise behandelt. Auch im Zeichnen hat er eine neue Manier. Besonders täuschend vermag er den Jan Luyken nachzuahmen, denn er fand Gelegenheit, diesen großen Meister zu studieren, und besitzt selbst eine Anzahl Zeichnungen und Stiche von demselben.
In späterer Zeit fing Bagelaar auch mit Ölfarben zu malen an. Sein wohlgezeichnetes Portrait, von Pieneman gemalt, hat er selbst in Kupfer gestochen. Van Eynden u. van der Willigen Gesch. der vaderland. Schilderk. II 188.
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