Baer, Ernst

Baer, Ernst, Historienmaler aus Durlach , hat sich aus glühender Liebe der Historien-Malerei hingegeben und wurde, den Weg des Rechtsgelahrten verlassend, ein ausgezeichneter Schüler des Custos Russ in Wien , des wackern Altmeisters österreichischer Chronik und Legenden. Seines ersten Gemäldes, der Befreiung Friedrich IV. durch Podiebrand, erwähnte das Morgenblatt 1820 mit glühendem Lobe. 1821 vollendete er ein kleines Bild aus Fyggers Ehrenspiel, wie Kaiser Sigmund den unzufriedenen Hoämg unter zwei Züchsen, der einen mit Gold, der andere mit Blei gefüllt, wählen lässt, ein im Geiste der alten Schule ausgeführtes Bild. Ein anderes Bildchen von reicher Fülle stellt den österreichischen Horatius Cokles, Andreas Baumkircher vor, wie er allein das Wienerthor zu Neustadt gegen die anstürmenden Feinde behauptet. Er lieferte bereits mehrere Darstellungen aus der vaterländischen Vorzeit und bewährte überall eine reiche Erfindungsgabe und zartfühlen- den Sinn. Seine Compositionen haben Geist und Feuer, und in der Zeichnung ist Einsicht mit Geschmack vereinigt. Beson- ders meisterhaft sind auch seine Federzeichnungen.

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