Bach, Karl Daniel Friedrich

Bach, Karl Daniel Friedrich, Hofrath, Professor und Direktor der schlesischen Kunst- und Zeichenschule zu Breslau , geb. zu Potsdam 1756. Er erhielt den ersten Unterricht in der Malerei von A. B. Krüger zu Potsdam und zog dann vielfachen Nutzen von dem Akademiedirektor Le Sueur zu Berlin , noch mehr aber von dem Professor Frisch. Zu seiner anderweitigen Ausbildung trugen die berühmtesten Gelehrten zu Berlin bei. Bei dem damaligen Mangel an lebenden Modellen bei der Akademie der Künste errichtete er in seiner Wohnung eine Akademie im Kleinen, bloß für das Zeichnen nach dem Leben. Dort zeichneten nun Chodowiecky, Frisch, Suil, Berger; bald wurde der Raum zu eng, und Le Sueur liess sich leicht bewegen, einige leere akademische Zimmer zu diesem Behuf herzugeben. Von dieser Zeit an erreichte die Akademie einen immer höheren Grad von Vollkommenheit, und unserm Künstler gebührt der Ruhm, hiezu werkthätig mitgewirkt zu haben. Er fand hernach auch außer Berlin Gelegenheit, seine Portraitmalerei, sowohl in Öl , als in Pastell nach klassischen Mustern zu verbessern. Auch die Sammlung des Prinzen Heinrich von Preußen diente ihm zum Studium. Als ihn aber der Graf Ossolinsky beim Copiren eines der Meisterwerke von Pesne antraf, beredete dieser den Künstler , als Hofmaler und Hausfreund ihm nach Warschau zu folgen und in der Folge Frankreich und Italien mit ihm zu besuchen. Der Graf setzte ihm sogar eine Pension zu einem vierjährigen Aufenthalt in Rom aus, den der Künstler sehr zweckmäßig benutzte. Von Rom ging er nach Florenz, wo ihn die dortige Akademie zu ihrem Professor und Mitgliede aufnahm. Auf seiner Rückreise nach Deutschland studierte er in Venedig besonders Werke von Correggio und in Wien veranstaltete er eine förmliche Ausstellung seiner Arbeiten. Ein Gleiches that er zu Berlin, wo er mit seinen aus Italien mitgebrachten Malereien und Studien fünf große Zimmer füllte. Um diese Zeit war die Errichtung der Provinzial-Schulen im Werke, und unserm Künstler wurde Breslau angetragen. Im Jahre 1792 wurde die dortige Kunstschule eröffnet, die sich unter der Leitung eines würdigen Vorstandes eines besondern Frohes zu erfreuen hatte.

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