Aven, Leo d’

Aven, Leo d’, Kupferstecher , dessen Geburts- und Todesjahr unbekannt ist; nach den Jahreszahlen seiner Blätter zu urteilen, muss er aber zwischen 1540 und 1565 gelebt haben.

Man nennt diesen Künstler auch d’Avesne, Davent, Davin und Davis. Bartsch hält Davent für den richtigen Namen, mit welchem er sich selbst auf einem seiner Blätter bezeichnet hat. Gewöhnlich setzte er bloss die Buchstaben L. D. auf seine Werke, und auf einem Blatte fügte er dem Buchstaben L. noch ein i bei. Auf einem anderen Stiche bemerkt man neben dem Buchstaben L. auch noch die Chiffre eines verschlungenen L und C, was vielleicht Lugduni Celtarum heißen soll, und glauben macht, dass d’Aven von Davent gebürtig sei. Nach Bartsch, der ihn zu der Schule von Fontainebleau rechnet, da er meist nach Primaticcio gearbeitet hat, dürfte er selbst mehr Maler als Stecher gewesen sein, da seine Zeichnung weit vorzüglicher als seine Stadel und sein Grabstichel ist. Dieser Schriftsteller glaubt ferner, dass Vasari an der Stelle, wo er von den Künstlern spricht, welche mit Rosso zu Fontainebleau gearbeitet haben, in dem Flammländer Leonard, der Rosso’s Zeichnung sehr gut in Farben ausführte, unsern Künstler bezeichnet habe, indem Leo eine Abkürzung von Leonardo sein könnte.

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