Audubon, ein Nordamerikaner, brachte 26 Jahre in den Wäldern zu, um sich mit den einzelnen Vogelgattungen, ihren Haaren, 13 *
auf das Genaueste bekannt zu machen und gab von 1827 an ein Werk über die Vögel in den vereinigten Staaten heraus. Seine Zeichnungen erregten in England allgemeine Bewunderung. Die Stiche, welche genau die Größe der Zeichnungen, die ohne Aus- nahme die Vögel in ihrer natürlichen Größe darstellen, werden colorirt. Die Zeichnungen belaufen sich auf 300. Die Größe des Formates ist doppel Elephant und das Ganze wird aus 3 Bänden
bestehen. Jährlich erscheinen 5 Nummern, jede zu 2 Guineen.
Kunstblatt. Auer, Johann Paul, Historien- und Landschaftsmaler zu Nürn- berg, Schüler von Eimart und Liberi, in dessen Manier er arbei- tete. Die Werke dieses Künstlers wurden zu seiner Zeit sehr ge- schätzt, und einige auch in Kupfer gestochen. Seine Manier ist der des Liberi ähnlich. Joachim Sandrart jun. hat sein Bildnis
festgehalten, auf welchem man die Anzeige liest, dass er 1638 ge- boren sei. Er war der erste Gatte der Susanna Maria Sandrart. Auer, Anton, Porzellanmaler , geb. zu München 1777, gest. 1814. Seine Eltern, welche sich im Besitze einer Wirthschaft befanden, hatten ihn für ein Handwerk bestimmt, wogegen er entschiede- nen Widerwillen zeigte, jedoch erst nach vielseitigem Überre- den ließ sich sein Vater bewegen, ihn in seinem 17. Lebens- jahre in die k. Porzellan-Manufaktur zu Nymphenburg zu geben, woselbst er unter Melchior den ersten Unterricht genoss und in kurzer Zeit solche Fortschritte machte, dass er als Maler an ge- nannter Anstalt verwendet werden konnte. Im Jahre 1800 wurde er auf Kosten der k. b. Regierung nach Wien geschickt, um sich in der k. k. Kunstakademie zu bilden. Nach einem achtmonatli- chen, für ihn sehr vortheilhaften Aufenthalte kehrte er nach Mün- chen zurück, wo er zum Obermaler der b. Porzellan-Manufac- tur ernannt, und von Seite des Kronprinzen, des kunstsinnigen Königs Ludwig, ihm der ehrenvolle Auftrag zu Teil wurde, eine Reihe von Gemälden aus der k. Bildergalerie zu copiren. Mit anzer Kraft erfasste er diesen Auftrag und seine Leistungen fan- den allgemeine und laute Anerkennung. (S. Münchner Gesellschafts- blatt 1813 Nro. 8.) Doch nicht lange war es ihm vergönnt in diesem neuen Wirkungskreise sich zu bewegen, er starb schon im 36. Jahre an den Folgen einer langwierigen Lungensucht. Wie die Anstalt durch seinen Tod verlor, mag aus dem Umstande hervorgehen, dass die von ihm begonnene Sammlung von Porzellangemälden, die zu einem Service für S. Majestät den König bestimmten, anzich unterbrochen und erst unter König Ludwig, durch eine Anzahl jüngerer Künstler wieder fortgesetzt wurde. (z. Adler, Auer jun., Heinzmann, Le Feubure, Listerfeld.) Auer kann daher mit Recht der Gründer einer neuen Schule der Porzellanmalerei genannt werden: Ein Verzeichnis der Gemälde dieses Künstlers s. in den bayer. k. t. l. x.‘nalen Jahrg. 1834 Dr. Naglers Gesch. der k. Porzellan - Manu- factur.
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