Auch mehrere höchst gelungene Intaglios beurkunden die Trefflichkeit und Sicherheit des Künstlers in diesem Fache, wie S. M. der Kaiser Franz

Auch mehrere höchst gelungene Intaglios beurkunden die Trefflichkeit und Sicherheit des Künstlers in diesem Fache, wie S. M. der Kaiser Franz, im k. k. Münz- und Antikenkabinet. Sein erster Cameo stellt einen Heros mit dem Lorbeerkranze vor, ein Werk von ächt antikem Geiste und bewunderungswürdiger Feinheit in der Ausführung. Auch der Abguss von einem Camco, Thorwaldsen’s Bild vorstellend, spricht durch treue Wahrheit an. Ausgezeichnet ist ebenfalls die Flucht der Helena, ein Werk, das Böhm mit H. von Speck in Leipzig ausführte. Es würde zu weit führen, all das Treffliche aufzuzählen, was der Künstler schon fertiggestellt hat.

Böhm, Johann Georg, der junge genannt, ein Bildnismaler zu Dresden , radirte auch geistreiche Schäferstücke und einen Christus zwischen den Schächern. Starb 1750. Berningroth, Bodenehr, Krugner, Wolfgang und L. Zucchi haben nach ihm gestochen.

Böhm, Maler in Gnadenfrey, liefert anmutige Gemälde nach Rembrandt u. a., auch schöne Aquarellbilder.

Böhm, Lorenz, Bildhauer , ein Böhme von Geburt, studierte auf der Akademie zu Wien und erhielt 1737 den Preis der Erzschneidekunst.

Nagler’s Künstler-Lex. I. Bd. 36

dekunst. — Über die späteren Leistungen und über die näheren Verhältnisse dieses Künstlers ist uns nichts bekannt; auch Dlabacz weiß nichts Weiteres.

Böhme oder Böhmer, Carl Wilhelm, ein geschickter Schmelz- maler und Kupferätzer, geb. zu Grosspörten in Sachsen 1720, gest. zu Berlin um 1788. Er erlernte seine Kunst in der Meißen- Manufaktur, und brachte es darin so weit, dass er zu seiner Zeit für einen der besten Künstler seines Faches gehalten wurde. Im Jahre 1762 kam er nach Berlin, wo er zum Direktor der Porzellanmanu- faktur und zum k. Maler ernannt wurde. Man kennt von diesem Künstler auch eine Folge von 19 Landschaften und Marinen, die er in verschiedener Größe in Kupfer ätzte, und welche sehr selten sind. Sie sind mit einem Monogramme oder mit seinem Namen bezeichnet, und von 1744–65 entstanden, in 12. und in 8.

Böhme heiratete die Rahel Rosina Dietrich, Schwester des berühmten Malers dieses Namens.

Böhme, Rahel Rosina, Malerin, geborene Dietrich, Gemahlin Carl Wilhelms, wurde 1725 zu Weimar geboren. Sie hatte viel Geschicklichkeit im Kopieren, und starb zu Berlin 1770.

Böhme, Martin Heinrich, Baumeister zu Berlin, diente unter Schlüter und Eosander als Conducteur, und wurde später beim Schlossbau zum Hofconducteur ernannt. Als Eosander 1715 seinen Abschied nahm, führte er den bezeichneten Bau zu Ende, und wurde dann unter Friedrich Wilhelm Hofbaumeister.

Böhme baute viele Häuser zu Berlin, das Schloss in Friedrichsfelde u. s. w. Er starb 1725 mit dem Rufe eines geschickten Künstlers.

Sein Sohn Martin Friedrich wurde Kriegsrat und Ober- lstaudtärzaktor in der Altmark und Priegnitz, und lebte noch 1790 in

tendal.

Böhndel, Portraitmaler und Lithograph in Schleswig, ein geschick- ter Künstler. Er gab von 1825 an die Abbildung von Brugmann’s Altarschrein heraus, der seit 1666 eine Zierde des Chores im Dome zu Schleswig ist. Das Werk besteht aus 33 lithographierten Blättern mit Text.

Böhninger, Historien- und Portraitmaler zu Anfang unsers Jahrhun- derts. In Aschenberg’s niederrheinisch-westphälischen Blättern I. 120 werden von ihm sechs Gemälde aus der Geschichte von Amor und Psyche erwähnt, die der Künstler für die Wittwe Rübe zu Düsseldorf malte. Im Jahre 1805 besuchte Böhninger Paris, aber wir konnten nichts Weiteres mehr von ihm erfahren.

Böhmer, Conrad, ein geschickter Künstler, von Wöhrd bei Nürnberg gebürtig, schnitt zu Ansbach schöne Brustbilder in Stahl, und be- kannte den Titel eines Markgräflich-Ansbachischen Hofmedailleurs.

Er starb 1756, 46 Jahre alt.

Böhkel, Cornelius, ein Maler von Antwerpen, der zu Anfang des 17. Jahrhunderts zu Hamburg arbeitete. Er malte Porträts und einige Historien.

Sein Sohn Peter war ebenfalls Maler, kam aber, nachdem er sich im Vaterlande zum Künstler gebildet hatte, in die Dienste des Hofes zu Mecklenburg-Schwerin, wo er noch 1736 lebte.

Von einem Kupferstecher Carl van Böhkel kennt man ein Blatt, welches den heil. Laurentius von Sevilla vorstellt, wie er sein ab-

geschnittenes Haupt auf einem Buche trägt. Dieser Carl Bökel scheint nur Kunstliebhaber gewesen zu sein. Böl, Cornelius, ein niederländischer Kupferstecher, geb. zu Ant- werpen 1576, arbeitete nur mit dem Grabstichel und scheint sich in der Schule der Sadeler gebildet zu haben. Er gab 1608 zu Ant- werpen die Fabeln des Otto Vänius mit lateinischen, engli- schen und italienischen Versen begleitet heraus. Sein beträcht- lichstes Werk ist eine Folge von 6 Blättern (mit Titel), welche die Thaten Karl’s V. vorstellen, die er nach A. Tempesta mit W. de Gheyn dem jüngern gestochen hat. Er arbeitete nach Strutt auch in England, ist aber nicht mit Cornelius Boll zu verwechseln; auch nicht mit Quirin Böl, wie dieses Basan gethan. Unter seinen in England gestochenen Blättern erwähnt Strutt: Das jüngste Gericht, Cornelius Boel fecit, qu. Fol. Das Portrait des Heinrich von Wallis, oval in 4. Das schöne Titelblatt zu der englischen Bibel, die auf Befehl des Königs gedruckt wurde; Fol.

Böl, Peter, einer der geschicktesten Thier-, Blumen- und Kräuter- maler, geb. zu Antwerpen 1625, gest. 1680. Man hält ihn mit ei- nigem Grunde für einen Schüler Snayers, der sich in dieser Gat- tung auszeichnete. Er studirte in Italien, fand viele Beschäftigung in Rom, Venedig, Genua, und in Paris hätte man ihn gerne zu- rückbehalten, allein die Liebe zum Vaterlande siegte über die vor- theilhatten Anerbietungen. Nach seiner Rückkehr fand er in Am- sterdam viele Beschäftigung, und starb auch daselbst.

Böl’s Werke zeichnen sich durch leichten Pinsel, treffliche Zeich- nung und durch ein wahres und kräftiges Colorit aus; sie werden überhaupt denen der größten Meister an die Seite gesetzt.

Er hat auch in Kupfer geätzt und in seinen Blättern Meister- stücke geliefert, welche die Bewunderung der Künstler und Kenner verdienen. Sie sind selten. Das Hauptblatt ist:

Die Schweinsjagd; H. 7 Z. 6 L., Br. 11 Z. 9 L. Es galt bei Rigal 60 Fr. Bei Weigel ist dieses Blatt um 3 Thaler ausge- boten.

Eine Folge von 6 Blättern stellt verschiedene Raubvögel dar, un- ter dem Titel: Diversi ucelli; H. 6 Z., Br. 8 Z. 6—12 L. Galt bei Rigal 150 Fr., bei Winkler 3 Thlr. 20 Gr. Es gibt auch Abdrücke ohne Nummern.

Noch werden ihm zugeschrieben:

Zwei Elephanten, zwei Lüwen und zwei Luchse auf einem Blatte; H. 11 Z., Br. 18 Z. 10 L.

Eine andere Folge von 6 Blättern mit Vögeln, nach seiner Zeich- nung, ist bezeichnet: P, B, del. chez G. Scotin; H. 8 Z. 6—10 L. Vorstermann stach nach ihm eine Löwen- und eine Elephan- tenjagd, und W. Haller einen toten Hasen.

Böl, Quirin, auch Cornelius und Coryn, Kupferstecher und Aetzer, geb. zu Antwerpen um 1622. Er stach für das Brüsseler Galerie-Werk historische Blätter nach Bassano jun., Mich. Angelo, Giorgione, Titian, Palma dem Älteren, Fetti und Schiavone; überdies auch niederländische Bauernstücke und Landschaften nach Teniers. Er muss noch 1650 gelebt haben, da Heinecke von diesem Jahre ein Bildnis des Libertus Fromondus kennt, das wahr- scheinlich unserem Künstler angehört.

Unter seinen Blättern erwähnen wir:

Ganymed von dem Adler getragen, nach M. Angelo, kl. Fol. Die Anbetung der Hirten, nach Fitian, Fol. Venus und Adonis, nach Schiavone, kl. Fol. Die Entführung der Europa, nach Titian, qu. Fol. Die Erweckung des Lazarus, nach Palma dem Älteren, Fol. Die Nymphen im Bade belauscht, nach demselben, qu. Fol. Die Befreiung der Andromeda durch Perseus, nach D. Fetti, qu. Fol. Die Katzen als Musiker, nach Teniers, gr. qu. Fol. Die niederländische Wirthsstube, wo eine Gesellschaft spielt und ein Mann pisset, nach demselben, kl. qu. Fol. Adam und Eva im Paradiese, nach Paduanino, kl. Fol. Der Ritter mit dem Dolche vor einer nackten Frau in einer Landschaft, nach Giorgione, kl. qu. Fol. Einige andere Blätter nach Veniers etc.

Börner, Joh. Alexander, Kupferstecher, geb. zu Nürnberg 1647, gest. daselbst 1720. Er lernte bei M. Somer, stach (mittelmäßige) Blätter, eine Folge von 456 Folioblättern Ansichten und Costüme

von Nürnberg, und nach Heinecke auch Blätter nach verschiede- nen Meistern.

Mehrere seiner Blätter sind in der Geschichte Kaiser Ferdinand II.

vom Grafen Galeazzo Stampa. Scine nürnbergischen Prospekte em- fehler sich zwar nicht vun Seite des Stiches, aber sie werden als historische Erinnerungshlätter doch fleissig gesucht.

Bönisch, Gustav Adolf, ein trefflicher Landschaftsmaler zu Berlin, von Geburt ein Schlesier, bildete sich in der Schule von Wach und zog dann nach Düsseldorf, um seine Studien auf die- ser blühenden Akademie fortzusetzen. Er lieferte zahlreiche Bilder und bewies darin ein Talent, das sich mit Leichtigkeit an verschie- denartige Aufgaben anschließt, und das Aufgefasste mit Geschmack und Präzision ausführt. Seine Gemälde sind mit grosser Nettig- keit ausgeführt, alle ansprechend und mitunter von einer eigen- thümlichen Eleganz, durchgehends wahr und gediegen. Viele stel- len ländliche Wohnungen dar, umgeben von Blumen, die sich im Wasser spiegeln, und dabei sind’sie auch mit Bewohnern belebt, Bilder voll Ruhe und durchgeführter Stimmung. Andere führen uns in Norwegens Gegenden, und bieten Gemälde von ernster Fas- sung, in denen jene im Grossen gestaltende Natur mit Würde wie- dergegeben ist. Alle beurkunden Gediegenheit des Vortrages.

Bör, Otto de, ein jetzt lebender Maler zu Leuwarden, der sich bei van der Kovel zum geschickten Künstler bildete. Er lieferte schätzbare Historien und Genrebilder.

Nähere Nachrichten haben wir über diesen Künstler nicht er- fahren.

Börer, C., ein deutscher Stempelschneider, dessen Werke von 1743 bis 1748 datiert sind. Sie sollen mit einem B. oder mit Buerer F, bezeichnet seyn.

Börner, Johann Andreas, ein sehr geschickter Dilettant, geb. zu Nürnberg 1785, ätzte schöne Blätter nach I. Roos, D. Maas, Ver- net und andern. Er lebt gegenwärtig zu Nürnberg als Chef des Handlungshauses Frauenholz u. Comp.

(Ende des ersten Bandes.)

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